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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LES DISCRETS - Ariettes Oubliées...
Band LES DISCRETS
Albumtitel Ariettes Oubliées...
Label/Vertrieb Prophecy Productions / Soulfood
Homepage www.myspace.com/lesdiscrets
Alternative URL www.facebook.com/lesdiscrets
Veröffentlichung 10.02.2012
Laufzeit 43:01 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 10 von 15 Punkten
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So düster, traurig und melancholisch das Cover dieser CD seinen Charme versprüht, so ist auch die Musik, die uns der französische Künstler Fursy Teyssier mit seinem neusten und zweiten Werk "Arriettes Oubliées..." bietet. Der Maler und Filmemacher, Schreiber und Künstler hat es sich, wie auch in seiner Zusammenarbeit mit der Band Alcest, zur Aufgabe gemacht, Bilder und Sprache mit akustischen Klängen und tonalen Kunstwerken zu verbinden. Mit Les Discretes setzt er diese Leidenschaft weiter fort, und bietet mit seinen Mitmusikern ein Klangerlebnis, das sich irgendwo zwischen Post Rock, Black Metal und Shoegaze einreiht. Keine einfach Mischung, die vom Hörer vieles, aber vor allem Einfühlungsvermögen und volle Konzentration abverlangt. Riesige Klangteppiche, traurige Mollakkorde, schwelgende Melodien, gefühlsbetonte, aber zurückhaltende Ausbrüche wollen den Hörer in die tiefsten Abgründe der Traurigkeit und Tristesse ziehen. Die französischen Gesangsparts treten dabei in den Hintergrund und scheinen nur als monotone und gefühlsbetonende Untermalung zu dienen. Für mich als Abstinenzlerin des französischen Vokabulars ist es trotz der Sprachschwierigkeiten kein Problem zu verstehen, von was das Album erzählt. Es schreit förmlich nach Sehnsucht, nach Wehmut und nach fesselnden Emotionen. Und genau das ist es, um was es Herrn Teyssier in erster Linie geht. Er malt mit Tönen riesige Bilder, und die erschaffenen Kunstwerke graben sich beim Hören weit unter die kalte Haut. Für Fans von avantgardistischen Klängen sicherlich eine Bereicherung. Mir fällt es allerdings schwer, mich den vielen Eindrücken dieser Scheibe erbarmungslos hinzugeben, so dass wohl auch andere Hörer, die lieber auf die brachiale Gewalt des Metal stehen, mit dieser Art von Musik wenig anfangen werden können. Eingefleischte Liebhaber dagegen, die sich der schwärmerischen und ausufernden Soundmalerei verschrieben haben, können sich mit dieses Album um so mehr belohnen und werden beim Kauf dieser CD rein gar nichts falsch machen.
   
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