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18. Mai 2013 - Uhr
 
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PORTA INFERI - Guillotine
Band: PORTA INFERI
Albumtitel: Guillotine
Label/Vertrieb: Eigenproduktion
Website: www.porta-inferi.de
Alternative URL: www.facebook.com/portainferi
Veröffentlichung: Juli 2010
Laufzeit: 39:51 Minuten
Autor: Stephan Mertens
Bewertung: 7 von 15 Punkten
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Vor 7 Jahren erblickte eine Band aus dem Raum Neubrandenburg das Licht der Welt. Nach mehreren Besetzungswechsel und jahrelanger Erfahrung auf den Bühnen ihrer Region, haben PORTA INFERI im vorletzten Jahr ihr erstes, selbstproduziertes Album auf die Menschheit losgelassen. Der Silberling hört auf den Namen "Guillotine". Zunächst fällt das wirklich grausige Covermotiv ins Auge. Das Bild selber hätte was werden können, wenn man sich jemanden ins Boot geholt hätte, der sich mit Artwork auskennt. So bleibt ein schwacher erster Eindruck. Wichtiger ist aber was sich hinter den Äußerlichkeiten verbirgt.

Der Pressetext verspricht Death-,Thrash- und Black Metal der alten Schule. Und genau das bekommt man auch. Die Basis wird ganz klar vom Todesmetall mittleren Tempos bestimmt. Dazu gesellen sich schnelle Ausbrüche und der ein oder andere satanische Gitarrenlauf. Der Mann am Mikrophon, Christoph Schütze, leistet hier ganze Arbeit. Besonders viel Abwechslung gibt es bei seinem Gebrüll zwar nicht, aber welche Band aus der Richtung hat das schon zu bieten, zumal man sich ja bewusst an die traditionellen Vorbilder hält. Im letzten Stück "The Battue" verlassen PORTA INFERI ihren Pfad und knüppeln sich 4 Minuten lang durch einen Schwarzmetall-Kracher, der es in sich hat. Hier variiert der Gesang schließlich doch noch, denn keifen kann der Chris auch, was er gekonnt unter Beweis stellt. Hinzu kommt das gelungene Schlagzeugspiel von Christian Eggers. Mal gibt es schnelle Blastbeats, mal langsam groovende Passagen. Generell kann man sagen, dass alle Musiker durchaus Potential haben, ihren Wirkungskreis zu vergrößern. Zugegeben, nicht alle Stücke auf "Guillotine" sind fehlerfrei, aber über zu wenig Energie und Wut kann man sich nicht beschweren. Da sich die Kapelle auch im Songaufbau an den großen Helden der Sparte orientiert, bietet die Scheibe leider so gut wie keine Überraschungen. Zudem könnte man sich fragen, ob der Zuhörer so etwas überhaupt braucht, denn warum sollte ich PORTA INFERI hören, wo es doch weit bessere Künstler im Segment Death Metal gibt? Jeder fängt mal an und das vorliegende Debüt sticht vielleicht nicht besonders hervor, aber man merkt den Jungs den Spaß an der Sache an und das ist immer noch das Wichtigste. Abgesehen davon, kann es nicht schaden, sich mit dem Album auf einen Konzertauftritt der Band vorzubereiten. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Mecklenburger auf der Bühne um einiges wohler fühlen, als im Studio. Ich empfehle nicht den direkten Kauf, aber Freunde von dreckigem, schnörkellosem Material sollten zumindest mal reinhören.
   
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