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Folkloristische Klänge sind generell Geschmackssache. Das ist sicherlich einer von mehreren Gründen, weshalb ich mich mit dem vierten Album der Schweizer NUCLEUS TORN recht schwer tue. Der Strippenzieher hinter dem Projekt, Fredy Schnyder, versteht die aktuelle Veröffentlichung als eine Art Vorgeschichte zu den letzten drei Alben, der Trilogie aus "Nihil", "Knell" und "Andromeda Awaiting". Die Musik ist in den ersten Stücken sehr ruhig gehalten und bietet überwiegend verträumte Folk und 70er-Jahre Prog Rock-Klänge, welche nicht selten an die frühen Jahre der Großmeister GENESIS und KING CRIMSON erinnern. Besonders die große Auswahl an Instrumenten ohne Verzerrung, spielt hier eine große Rolle. Nicht umsonst sind ganze dreizehn Musiker an den Aufnahmen beteiligt. Der Unterschied dabei ist, dass die Vergleichsbands für meine Ohren deutlich mehr Abwechslung und Ideen zu bieten hatten. Ein gutes Beispiel ist direkt das, mit über zwölf Minuten viel zu lang geratene, Titelstück zum Auftakt. Auch wenn das Lied mehrere verschiedene Passagen hat, fehlt mir das gewisse Etwas. Erst im folgenden "Hunger" bleiben erste Gitarrenläufe und besonders das gelungene Finale hängen, welches zum ersten Mal etwas Tempo in die Sache bringt. Erst nach der dritten Nummer wird der Sound rockiger und endlich kommen Schlagzeug und E-Gitarre mehr in den Vordergrund. Bis dahin ist mir das Werk einfach zu langsam. Viel besser wird es mit "Against" aber auch nicht, denn allmählich gehen mir die, für meinen Geschmack, zu laut abgemischten Stimmen von Maria D'Alessandros, Patrick Schaad und Gastsängerin Anna Murphy (ELUVEITIE) auf die Nerven. Bei den letzten beiden Songs "Ash" und "Death Triumphant" wird dann sogar ein paar metallischen Klängen Platz eingeräumt. Die Entwicklung von "Golden Age" ist daher schon als interessant zu bezeichnen.
Fans der Band werden in jedem Fall auf ihre Kosten kommen. Ich möchte gar nicht bestreiten, dass hinter dem Werk gute Musiker stehen, dennoch ist der Funke weit an mir vorbei geflogen. NUCLEUS TORN sind einfach nicht mein Ding. |
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