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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ULVERHEIM - När Dimman Lättar
Band ULVERHEIM
Albumtitel När Dimman Lättar
Label/Vertrieb Soulseller Records / Soulfood
Homepage www.ulverheim.com/
Alternative URL www.myspace.com/ulverheim
Veröffentlichung 16.12.2011
Laufzeit 50:04 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Der große Hype, aus einer bestehenden Band, zahlreiche Nebenprojekte ins Leben zu rufen, scheint nicht abzureißen. So entschied sich auch der Gitarrist Ulverheim im Jahr 2007, während seiner Tätigkeit bei den schwedischen Thornium, frei nach seinen Vorstellungen, eine ganz neue Black Metal-Band zu gründen. Dazu nahm er Ex-Bandkollegin und Bassistin Kali Ma mit in sein Boot, mit der er 2009 das erste Demo als Duo produzierte und entschied sich Songwriting, Instrumentalisierung und Produktion vollständig selbst zu übernehmen. 2011 folgte mit der Aufstockung neuer Band-Mitglieder auch die Aufnahme des aktuellen Albums "När Dimman Lättar". Harter, roher Black Metal schießt mit dieser Scheibe aus den Boxen, der mit tragenden Doom Passagen und sphärischen Zwischensequenzen zu überzeugen versucht. Doch leider bieten die zahlreichen Tempowechsel und klimpernden Spielereien nicht die Abwechslung, die man sich vielleicht beim produzieren erhoffte. Das ganze Album geizt mit musikalischen Höhepunkten und vergisst deutliche Wiedererkennungswerte, so dass ich schon nach den ersten Songs bereits das dumpfe und gelangweilte Gefühl bekomme, diese Hass- und Gewaltattacken schon einmal irgendwo erlebt zu haben. Schade, aber mich kann dieses Werk nicht in den schwarzen, dunklen Abgrund reißen, für das es geschrieben zu sein scheint. Meine Hörgänge bleiben vom lautem Geknüppel und Gekeife faktisch unbeeindruckt. Auch wenn Songs wie "Terror" tolle Ansätze zeigen und eine durchdachte Songstrukturen aufweisen, führt mein Gesamteindruck leider zu einer recht enttäuschenden Bewertung. Ich bin dafür, dass manche Musiker sich doch lieber erst einmal ihrer Haupt-Band widmen sollten. Ständig neue Bands, gemacht aus aufflammenden Ideen altbekannter Band-Mitglieder, die leider nichts spektakuläres und besseres bieten können, sind irgendwann auch zu viel des Guten.
   
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