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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BEHEMOTH - Demonica (2 CD Re-Release)
Band BEHEMOTH
Albumtitel Demonica (2 CD Re-Release)
Label/Vertrieb Metal Blade Records/ Sony Music
Homepage www.behemoth.pl/site
Verffentlichung 18.11.2011
Laufzeit 37:48 & 57:40 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung /
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Die polnische Band BEHEMOTH ist heute nicht mehr aus der schwarz angehauchten Death Metal-Szene wegzudenken. Seit einigen Jahren berzeugen sie regelmig mit hervorragend und aufwendig produzierten Verffentlichungen und bauen ihre Wirkungskreise weiter aus. Angefangen hat alles Anfang der 90er Jahre. Zu dieser Zeit war Snger und Gitarrist Nergal ein Mitglied der satanischen und politisch umstrittenen Verbindung "The Temple Of The Fullmoon". Nach dem Vorbild der zweiten Black Metal-Welle, welche damals erfolgreich in Skandinavien anrollte, formierten sich unter anderem auch in Polen einige dstere Gesellen und spielten ihre Variante des schwarzen Extrem-Metals. Bereits 2006 wurde die vorliegende Sammlung der ersten beiden Demo-Aufnahmen "The Return Of The Northern Moon" und "...From The Pagan Vastlands" von 1992 und 1993 verffentlicht. Da die damals erschienenen Exemplare heute begehrte Sammlerstcke sind, schickt Metal Blade Records nun eine Neuauflage mit zwei umfangreichen Booklets ins Rennen, um auch diejenigen Fans zu erreichen, die bislang leer ausgingen.

Geboten wird die spannende Entwicklungsgeschichte von BEHEMOTH, denn schon bei den frhen Gehversuchen, erkennt man deutlich eine Vernderung der Qualitt und Ideen. Auf der ersten CD werden, wie damals blich, raue und schrammelige Stcke in relativ schwacher Klangqualitt geboten, die ganz eindeutig an die blichen Verdchtigen aus Norwegen erinnern. Besonders die dominanten Gitarrenklnge zeichnen die hier prsentierte Musik aus. Zwischendurch bieten instrumentale Unterbrechungen etwas Abwechslung.
Die Stcke der zweiten Demo lassen schon eine Weiterentwicklung erkennen. Statt permanent alle typischen Black Metal Klischees zu bedienen, experimentiert die Kapelle hier auch mit Melodien und Rhythmen. Erste Death Metal-Elemente sind zu erkennen und auch von der technischen Seite ist CD 2 in allen Belangen ein Fortschritt. Neben drei alternativen Versionen, die auf Grund des grausigen Sounds fast schon berflssig sind, befinden sich zwei besondere Schmankerl auf dieser Verffentlichung. Mit "Spellcraft & Heathendom" und "Transylvanian Forest" sind neu eingespielte Versionen alter Stcke auf der Scheibe, an deren Beispiel man deutlich erkennt, dass die Basis der unterschiedlichen Phasen gar nicht so weit auseinander liegt. Gerade ersteres ist ein Knaller vor dem Herrn und wrde sich auf einem aktuellen Album sehr wohlfhlen.

Eine allgemeine Empfehlung kann ich nicht aussprechen, dafr ist "Demonica" berwiegend einfach zu speziell. Wer sich allerdings fr die Wurzeln der heute uerst beliebten Todesmetaller interessiert, ist hier an der richtigen Adresse. Fans, welche die erste Verffentlichung von 2006 noch nicht ihr Eigen nennen, kommen an diesem Re-Release nicht vorbei.
   
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