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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEMPLE OF BAAL/ RITUALIZATION - The Vision Of Fading Mankind
Band TEMPLE OF BAAL/ RITUALIZATION
Albumtitel The Vision Of Fading Mankind
Label/Vertrieb Agonia Records/ Soulfood
Homepage www.agoniarecords.com
Alternative URL www.myspace.com/templeofbaal
Verffentlichung 29.11.2011
Laufzeit 35:20 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Das Medium Split-CD scheint sich bei vielen Kapellen immer noch groer Beliebtheit zu erfreuen. So wundert es nicht, dass auch lange etablierte Bands darauf zurckgreifen. Agonia Records haut dem interessierten Hrer mit "The Vision Of Fading Mankind" eine extra bse Portion Todesmetall um die Ohren. Zunchst knnen TEMPLE OF BAAL zeigen, was sie drauf haben. Die Franzosen starten in ihrer Hlfte des Tontrgers mit klassischem Geknppel, welches fr meinen Geschmack in den ersten beiden Stcken einfach zu eintnig runtergerotzt wird. "Ordeals Of The Void" bietet beispielsweise kaum Abwechslung im Schlagzeugspiel und wirkt auf Dauer etwas langweilig. Viel besser wird es in der darauf folgenden Nummer auch nicht. Aber dann wendet sich das Blatt und bei "Slaves To The Beast" wird auch mal die Doom-Keule ausgepackt und im mittleren Tempo gerockt. Hier variieren die Musiker das Tempo und streuen vereinzelt Black Metal-Gitarrenlufe mit ein, was der Mischung sehr gut tut. Die Qualitt der ganzen Verffentlichung erreicht ihren Zenit mit "Heresy Forever Enthroned", welches den knapp zehn mintigen Hhepunkt dieses Split-Programmes darstellt. Das Haupt-Riff geht schnell ins Ohr und gegen Ende lsst sich der Gitarrist auf ein unerwartet melodisches Solo ein. TEMPLE OF BAAL spielen viermal grundsoliden Death Metal und knnen unter anderem durch die sehr ordentliche Produktion berzeugen.

Die weiteren drei Stcke kommen ebenfalls von einer franzsischen Extrem Metal Band. Es fllt direkt auf, dass RITUALIZATION ein bisschen mit dem Sound kmpfen, zumindest wirkt dieser im Vergleich zu dem der Vorgnger ein wenig schwach auf der Brust. Vermutlich wird dies das Zielpublikum wenig stren, denn auf dem Sektor gibt es deutlich schlimmeres. Geboten wird ebenfalls Todesmetall der traditionellen Sorte mit ein paar kurzen Ausflgen ins Thrash-Revier. Neben zwei eigenen Stcken fllt besonders das Cover "The Devil Speaks In Tongues" von MORTEM auf. Leider gefllt mir der sehr tiefe, eintnige Brll-Gesang weniger und auch wenn die Truppe relativ bemht zur Sache geht, der Funke springt nicht ber.

Am Ende steht das Problem, welches viele Gemeinschafts-CDs haben; die Qualitt der Bands und der einzelnen Songs schwankt von "ziemlich gut" bis "belanglos". In diesem Fall berwiegen leider die durchschnittlichen und schwcheren Beitrge und so bleibt nur, auf das vierte Album von TEMPLE OF BAAL zu warten. Mit den beiden oben erwhnten, starken Stcken, zeigen sie, dass sie Potential fr eine durchgehend gelungene Leistung haben.
   
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