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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BLIND GUARDIAN - A Night At The Opera
Band BLIND GUARDIAN
Albumtitel A Night At The Opera
Label/Vertrieb Virgin Music
Homepage www.blind-guardian.com
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Sorry Leute, aber das dauert jetzt wieder bisschen lnger... Was hat die Metalwelt, was habe ICH auf dieses Album gewartet! Nein, falsch! Was hat man uns warten lassen!! Hunderte von Jahren sind seit der Verffentlichung von "Nightfall in Middle-Earth" ins Land gezogen und man hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, irgendwann noch mal ein Lebenszeichen aus Krefeld zu vernehmen. Doch unsere Gebete blieben unerhrt (unerhrt!). So schien es jedenfalls. Doch der Verzweiflung, dem blanken Wahnsinn nahe, kam ein Licht in Form einer MCD Ende letzten Jahres auf uns zu und belehrte uns alle eines besseren: Sie leben! O mein Gott, SIE LEBEN!!! Und wie! Der Pulsschlag des neuesten Outputs der Gardinen "A Night at the Opera" sollte bis mindestens Japan zu hren sein. Wie komme ich jetzt blo auf Japan, hehe... Macht nur um Himmels Willen nicht den gleichen Fehler wie ich und zieht euch das neue Album beim ersten Mal leise und nebenbei rein! Das muss man wirklich laut und aufmerksam hren, da das Werk dermaen komplex und vielschichtig ist, dass einem Normalsterblichen schon mal schwindlig werden kann. Man braucht zweifellos mehrere Durchlufe, bis sich einem die Soundlandschaften, die Blind Guardian hier kreiert haben, in ihrer ganzen Pracht entfalten, aber es lohnt sich!! Versuchen wir also mal, den Stcken eins nach dem andren auf den Zahn zu fhlen, auch wenn das eigentlich schon ein Sakrileg ist, da dieses Album im Ganzen genossen werden sollte. Den Anfang macht "Precious Jerusalem", das in seinem Aufbau quasi stellvertretend fr die ganze CD steht: typischer BG-Gitarren-Sound, komplexer Aufbau und dennoch ein griffiger Refrain. Hinzu kommt bei diesem Song noch ein ziemlich vertrackter Rhythmus, der auf dem stellenweise eher ungewhnlichen Drumming von Thomen fut. berhaupt macht der Mensch seine Arbeit extrem gut, wie der Rest der Truppe natrlich auch. Aus Jerusalem fllt der Hrer dann mitten in ein episches "Battlefield", das man durch den Songaufbau wunderbar vor dem geistigen Auge sehen kann. Einem Kameraschwenk ber das Schlachtfeld folgt der Marsch der Krieger und der Aufbruch der Reiterei, das Hin- und Herwogen der Schlacht und und und... Leider hab ich keinen Schimmer, worum es sich bei dem Song handelt, da der Promo keine Texte beilagen, schade! Kaum siegreich der Schlacht entstiegen begeben wir uns "Under the Ice". Auch dieses Lied hat einen Hammer-Refrain (v.a. wegen dem Chor) und erstaunlich fette Gitarren! Was freu ich mich auf die Tour!! Frisch vom ICE geplttet beklagen wir uns ber unser schweres Los, bzw. andersrum: "Sadly sings Destiny". Eine weitere komplexe Nummer, die etwas an "When Sorrow sang" vom letzten Album erinnert und wiedermal durch vielschichtige Leads und einen eingngigen Chorus zu berzeugen wei. Die erste und eigentlich auch einzige Ballade auf dem Rundling ergtzt des Hrers Ohr als Song Numero 5: "The Maiden and the Ministrel Knight". Prinzipiell wird hier in der Reihenfolge sanft, metallisch, bombastisch gekonnt musiziert, aber ohne ausgetreten Pfade zu beschreiten! Denn die meidet man auf der ganzen CD! So auch bei "Wait for an Answer", ein weiterer Hammer-Song! Herrliche, ergreifende Melodien, die direkt ins Ohr gehen und ein super Schlagzeugspiel! Besonders die Bearbeitung der Becken gefllt mir extrem gut! In "The Soulforged" macht sich dies noch strker bemerkbar, hier werden die Chinas verprgelt, wie ich es von Blind Guardian noch nie gehrt habe, Respekt! berhaupt ist das Stck eines der Highlights und macht einfach nur Laune! Gefhlvoll geht's dann mit "Age of false Innocence" weiter, und zwar mit Klavier, Streichern, Flten und allem, was da eben so dazu gehrt. Schade nur, dass die den tiefen Mnnerchor, der einmal kurz im Hintergrund auftaucht, nicht noch forciert haben. "Punishment divine" ist dann der beste Titel des Albums, wie ich finde! Die schnellste Nummer fngt allerdings ziemlich erschreckend an, abartig modern, pfui! Aber das dauert glcklicherweise nur ca. 15 Sekunden, es sei ihnen also verziehen. Dann brettert das Stck munter in "Mirror Mirror"-Manier weiter, will sagen: klassisches Wechselspiel zwischen Highspeed-Parts und geschickten Breaks zum Refrain hin, super!! Abgeschlossen wird die CD dann von dem von der MCD bekannten berlngen-berhammer "And then there was Silence...", grandios will ich meinen. Bedauerlich, dass wir wohl kaum in den Genuss kommen werden, diesen Hit mal livehaftig zu erleben, aber wer wei... Fazit: Wiedermal dickes Lob an Snger Hansi, einer der wenigen Menschen, die Powermetal singen knnen, ohne dass es gleich wie ein Haufen Eunuchen auf einem LSD-Trip klingt! Selbstverstndlich knnen und mssen alle Fans von Blind Guardian und anspruchsvollem Metal bedenkenlos zugreifen, wenn das edle Stck demnext in die Lden kommt! Nur lasst euch Zeit, denn hier wird kein 08/15-Gedudel und erst recht keine leichte Kost geboten!
   
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