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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SVOLK - Svölk Em All
Band SVOLK
Albumtitel Svölk Em All
Label/Vertrieb Napalm Records
Homepage www.svolk.net
Veröffentlichung 18.11.2011
Laufzeit 59:58 Minuten
Autor Sebastian Braun
Bewertung 11 von 15 Punkten
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SVÖLK? Im ersten Augenblick dachte ich kurz an bröseliges Trockenbrot, welches ein Mindesthaltbarkeitsdatum von kurz nach dem dritten Weltkrieg besitzt. In Wahrheit handelt es sich um eine norwegische Stoner Rock Band aus Oslo, die von sich selbst behauptet den Genre des Bear Metal zu begründen. Stellt sich die Frage ob es 'knäckt' und man den Bären Honig ums Maul schmieren kann?

Der Opener "52" fängt schon mal sehr vielversprechend an. Einem Western-Intro folgt eine rockige Gitarrenwand und ein stampfend-rhythmischer Groove, der sich mit schön walzender Geschwindigkeit aus den Boxen drückt. In Sachen Tempo lassen die Jungs in den Stücken zwar keine falsche Hektik aufkommen, vergessen aber auch nicht das Gaspedal gedrückt zu halten. So wie guter Stoner Rock eben sein muss. Der Sänger Knut Erik Solhaug kann mit seinem kraftvollen und markantem Gesangsorgan durchaus gefallen und verpasst den Songs dadurch auch einen individuellen Anstrich. Der Sound ist kraftvoll und fett, klingt dabei trotzdem recht roh und unbearbeitet. In dem Punkt haben die Nordlichter also für meinen Geschmack alles richtig gemacht. Auch haben die fünf Männer in der Musikschule wohl nicht nur geschlafen, sondern auch gelernt ihre Instrumente zu bedienen, was natürlich dem Sound einer Band ungemein entgegen kommt. Die Songkompositionen sind für ein Debüt durchaus brauchbar, haben aber noch ein wenig Luft nach oben. Man muss dem Quintett zugute halten, dass sie durchaus bemüht sind, nicht zu eingängig zu sein und auch in Sachen Tempo und Stil die Abwechslung zu suchen. Das kreative Potential scheint also da zu sein, es fehlt noch ein bisschen am Feinschliff.

Anhänger des Stoner Rocks, die aber auch gerne ein bisschen Power in der Sache haben, dürften sich mit SVÖLK durchaus die kalte Jahreszeit versüssen. Ob man dabei gleich zum Bear Metal konvertieren muss, sei mal dahin gestellt. Die Jungs können noch ein bisschen an der Ohrwurmqualität arbeiten, das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Ein durchaus gelungenes Erstlingswerk!
   
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