Navigation
                
15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

JAPANESE VOYEURS - Yolk
Band JAPANESE VOYEURS
Albumtitel Yolk
Label/Vertrieb Spinefarm Records
Homepage www.spinefarmrecords.co.uk
Alternative URL www.japanesevoyeurs.com
Verffentlichung 14.10.2011
Laufzeit 42:33 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 7 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Grummel. Mit Grunge isses wie mit Champignons oder dicken, weien Speckschwarten. Konnte ich nie leiden, all das. Nachdem mit Kurt C. aus S. DER Protagonist der Szene seit geraumer Zeit in den ewigen Jagdgrnden weilt, SOUNDGARDEN sich aufgelst haben und PEARL JAM noch immer versuchen, sich durch stndige Eigenplagiate und gepressten Gesang interessant zu machen, konnte man diese Bewegegung guten Gewissens ad acta legen. Kinnlange Fusselmatten, Flanellhemden, lcherige Jeans und ausgelatschte Sneakers landeten endlich dort, wo sie schon immer hingehrten: auf dem Mll. Sorry, wenn ich jetzt so musikfaschistisch daherrede, aber die ganze aufgesetzte, meines Erachtens pseudomelancholische Teenieherzschmerzgrtze fand ich schon immer kacke. Und jetzt, als htten wir darauf gewartet, kommen JAPANESE VOYEURS mit ihrem Album "Yolk" daher. Tilt.

Objektiverweise muss ich auch noch zugeben, dass das Album nicht schlecht ist. Irgendwo zwischen den aufgezhlten Kapellen, aber auch ALICE IN CHAINS oder sogar SONIC YOUTH haben sie ein kleines Lchlein gefunden, aus dem sie frhlich-trbtassig daherrocken und hierbei durchaus zu berzeugen verstehen. Dies liegt nicht zuletzt am Mastering durch Alex Newport, der seinerzeit mit NAILBOMB und FUDGE TUNNEL an Meilensteinen des Neo-Thrash bzw. des stonigen Dooms beteiligt war. Whrend das musikalishce Fundament also keinerlei Beanstandung zulsst, ist es die singende Gitarristin Romily Alice, die mir den neu entdeckten Hrgenuss vergllt. Ihr schlicht nerviges Girliepunkgekreische muss man einfach lieben- tut man dies nicht, hasst man es schon fast zwangslufig.
Mglich, dass die Briten mit dem drolligen Namen mit ihrem ebenfalls drollig betitelten Album (Yolk = Eigelb. Ich verkneife mir eine Anspielung) vor ca. 20 Jahren eine echte Bombe gezndet htten. Heute wecken sie in manchem Falle sicher gute Erinnerungen, mir persnlich steht Romily auf dem Wege zur Liebe zum Indie-Alternative-Grunge leider ganz hinderlich im Wege. Wer sich an wirklich sehr speziellem Frauengesang nicht strt: zuschlagen, gut gemachtes Album!
   
<< vorheriges Review
THE TREATMENT - This Might Hurt
nchstes Review >>
DOOMDOGS - Unleash The Truth


Zufällige Reviews