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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ARCHGOAT - Heavenly Vulva (Christ's Last Rites)
Band ARCHGOAT
Albumtitel Heavenly Vulva (Christ's Last Rites)
Label/Vertrieb Debemur Morti Productions/ Soulfood
Homepage www.archgoat.com
Alternative URL www.myspace.com/104017504
Verffentlichung 14.10.2011
Laufzeit 16:04 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 5 von 15 Punkten
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Eines kann ich ohne Zweifel nach dem Konsum ihrer aktuellen EP sagen, ARCHGOAT sind schlicht und ergreifend bse! Man betrachte alleine die Namen der Bandmitglieder: Lord Angelslayer, Ritual Butcherer und Sinisterror. Ganz ehrlich, denen mchte ich nicht im Dunkeln begegnen. Die drei Finnen haben sich dem allseits beliebten, musikalischen Kampf gegen das Christentum verschrieben. Dies geschieht mit recht banalen Texten und einfach gehaltenem Untergrund-Schwarzmetall der Marke BLACK WITCHERY. Hinzu kommen die tiefen Growls des Lords, die am ehesten dem Death Metal zuzuordnen sind. Wie schon auf den beiden Alben zuvor werden die wilden, eintnigen Knppelorgien durch ein paar doomige Momente aufgelockert. Bereits das Intro verbreitet durch unheimliche Glockenschlge und unverstndliches Gemurmel eine gruselige Atmosphre. "Blessed Vulva" bietet dann auch schon alle Zutaten, welche die Band auch auf den folgenden vier Stcken zusammenmischt. Drei Akkorde-Geschrammel mit langweiliger, immer gleich bleibender Schlagzeuguntermalung treffen auf zhe Riffs, die nicht selten an die groen BLACK SABBATH erinnern. Der vorletzte Song "Day Of Clouds" stellt fr mich einen kleinen Hhepunkt der EP da, denn hier verzichtet die Band mal fr ein paar Minuten auf das rasend schnelle Geknppel zu Gunsten einer eingngigen Nummer zum Mitwippen. Obendrauf gibt es erneut unheilvolle Glockenschlge und dezente Orgelklnge. Auch der Gesang wird hier angenehmerweise nur in Maen eingesetzt. Schade, dass es sich dabei um eine Ausnahme handelt. Am Ende steht die Erkenntnis, dass ich wohl kein groer Freund der Art Extrem Metal werde, wie ihn ARCHGOAT berwiegend spielen. Zumindest verstehen sie es, eine finstere, dmonische Stimmung zu erschaffen. Man hat tatschlich das Gefhl, eine Priese schwefelgeschwngerte Hllenluft zu atmen. Bleibt abzuwarten, ob der Fan bereit ist fr gut 16 Minuten Musik den Preis einer EP zu zahlen.
   
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