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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HAMMERS OF MISFORTUNE - The August Engine
Band HAMMERS OF MISFORTUNE
Albumtitel The August Engine
Label/Vertrieb Cruz Del Sur Music
Homepage www.hammersofmisfortune.com
Verffentlichung 22.10.2003
Laufzeit 44:26 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 11 von 15 Punkten
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... und manchmal passiert es doch: Man bekommt zufllig eine CD zwischen die Finger, bei der man sich nicht im Entferntesten vorstellen kann, wie die Mucke, aufgrund des Covers und Bandnamens klingen mag. So war die Spannung recht hoch, als ich bei der aktuellen "Hammers of Misfortune"-Platte die Playtaste meines CD-Spielers zum ersten Mal drckte, und siehe da, ein breites Grinsen erstreckte sich schlagartig zwischen linkem und rechtem Ohr. So weit so gut...
"The August Engine" stellt das Zweitwerk der Band um Gitarristen und Songwriter John Cobbet (u.a. bei The Lord Weird Slough Feg, Ludicra und Amber Asylum) dar und birgt so manche Finessen und berraschungsmomente in sich. Die musikalische Ausrichtung der Truppe ist zudem nicht so einfach zu beschreiben, was den Reiz der Platte aber nur verstrken kann, denn 08/15 ist das hier garantiert nicht. Auf jeden Fall steckt sehr viel Spielfreude hinter den Songs, meist mit reichlich Power runtergezockt, wie z.B. das instrumentale Intro "The August Engine Part 1". Das Stckt ist eigentlich der perfekte Start mit seinen doppelstimmigen Gitarren, vertrackten Breaks und guten Melodien, und mndet direkt in das ruhige "Rainfall". Nichts mehr als akustische Gitarren, vielstimmiger Gesang und ein wenig Keyboard. Ein interessanter Kontrast zum ersten Track, der einen bleibenden Eindruck hinterlsst (soviel zu dem breiten Grinsen ). Dann geht es wieder mit sehr viel Dynamik weiter. Einfach nur "METAL" beschreibt die Mucke eigentlich zugenge und bringt es genau auf den Punkt.
Irgendwie erinnert mich der Stilmischmasch der Band ein wenig an die Soundeskapaden der gttlichen "Psychotic Waltz". Zwar sind "HoM" nicht derart abgedreht, aber gewisse Parallelen kann man nicht von der Hand weisen. Sehr Positiv ist auch der hufig eingesetzte mehrstimmige Gesang, besonders weil beide Gitarristen, Bassistin und Keyboarderin gesanglich aktiv sind. Macht echt was her. Lediglich der letzte Song "The Trail and the Grave" zieht sich ein wenig in die Lnge und wirkt bisschen schwermtig. Nichts desto Trotz finde ich die Platte sehr gelungen und uerst interessant. Man hat wirklich das Gefhl, etwas Frisches und Unverbrauchtes zu hren. Gibt es ja heute recht selten. Ein weiterer Pluspunkt gebhrt dem Gesamtsound des Albums, denn die Produktion klingt alles andere als steril. Die Instrumente wirken sehr natrlich und warm, doch trotzdem knallt es ohne Ende aus den Boxen. Zu empfehlen ist das Teil allen Schwermetallern, die nicht stndig ber ihre eigene musikalische Toleranzgrenze stolpern. Ein gewisses Ma an Offenheit braucht es schon.
"The August Engine" ist sehr heavy, melancholisch, rotzig und echt abgefahren und es lohnt sich auf jeden Fall mal reinzuhren. Ich lasse "HoM" zumindest nicht so schnell aus dem Schacht meines CD Players! METAL ON!!!
   
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