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Die Nebenspielwiesen vieler Musiker gleichen oft den Hauptacts, was in meinen Augen oft zur Übersättigung des ohnehin vollen Marktes beiträgt. Als ich vor einigen Monaten im Internet las, dass der seit 2005 bei Heaven Shall Burn aktive Alexander Dietz eine Soloscheibe macht, dachte ich direkt an irgendeine Metalcore mit Thrash oder ähnliches. So kann man sich täuschen! Mit Erode frönt der bekennende Veganer den düsteren elektronischen Klängen, die weitab von Techno oder EBM Sound sich befinden und instrumental gestaltet sind. Dabei hat der Musiker alles geschrieben, aufgenommen und produziert, als kleine Hilfe stand ihm aus der elektronischen Ecke der mir unbekannte Mike Cadoo zur Seite der in dieser Szene einen legendären Ruf laut dem Promoschreiben genießen soll. Hätte Dietz einen Produzenten hinzugezogen, was auch eine Geldfrage sein kann, hätten mir die ansprechenden und gar nicht platten Düstersongs um einiges besser gefallen, da gerade beim Sound von meiner Seite etwas Tiefe und Bass vermisst wird. Der leicht sterile und künstliche Klang passt nicht zu der Musik und dem gelungenen Artwork. Die beiden Songs am Ende ein Remix von Erodes "Horizon" durch Kadrage und der Deadlock Remix "Brutal Romance" durch Erode sind eher Fremdkörper, überflüssige Bonustracks und stören etwas den Fluss der auch ohne die Stücke langen CD. Das Teil hat manchmal irgendwie den Flair eines Soundtracks zu einem PC-Spiel. Trotzdem: "Horizon" ist definitiv eine gelungene Düsterscheibe für die dunklen Abende und Nächte und 1 A Kopfhörermusik. |
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