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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WHITESNAKE - Live At Donington 1990
Band WHITESNAKE
Albumtitel Live At Donington 1990
Label/Vertrieb Frontiers Records / Soulfood
Homepage www.whitesnake.com
Verffentlichung 03.06.2011
Laufzeit 60:33 & 42:44 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung /
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Kommerziell gesehen waren WHITESNAKE 1989 / 90 sicher in einer ihrer Hochphasen. Die beiden Alben "1987" und "Slip Of The Tongue" verkauften sich hervorragend, die Clips der Band liefen auf den Musiksendern rauf und runter und die Mitglieder waren auf so manchem Magazincover zu sehen. Dieser Erfolg fhrte zwangslufig dazu, dass die Band 1990 Headliner bei den "Mosters Of Rock" war. Und bei diesen Shows rumten WHITESNAKE tierisch ab. Klar hatte die damalige Besetzung um Steve Vai und Rudy Sarzo so gut wie nichts mehr mit den bluesigen Sounds der 70er - Jahre gemeinsam. Aber WHITESNAKE hatten sich damals ein neues Publikum erspielt, fr das diese Besetzung eine Art Nonplusultra war. Und genau fr dieses Publikum ist die aktuelle Verffentlichung von "Live At Donington 1990" sicher eine schne Erinnerung an die damaligen Shows.
Das Feeling der Show in Donington wird auf dieser Doppel - CD sehr gut wiedergegeben. Die einzelnen Instrumente sind sehr gut zu hren, die Ansagen von David Coverdale kommen gut rber und die Publikumsreaktionen sind authentisch eingefangen. So kommt beim Hren schnell das Gefhl auf, vor der Bhne in Donington zu stehen. Das Album beginnt mit dem Song "Slip Of The Tongue", in dessen prgnanten Riffs und virtuosen Melodien sich schnell die Klasse dieser Besetzung zeigt. Und ber Allem steht die typisch "kreischende" und doch warme Stimme von David, der damals gut in Form war. Danach zeigt die Band in "Slide It In" mit Groove und coolen Gitarren, dass sie auch die eher bluesorientierte Vergangenheit stark umsetzen kann. Auch von "1987" wurde damals Einiges wie "Is This Love" oder "Bad Boys" gespielt. Mit "Ain't No Love In The Heart Of The City" griff die Band ganz tief in die Vergangenheit von WHITESNAKE. Die Songs aus smtlichen Bandphasen wurden kompetent und begeisternd umgesetzt. Und die einzelnen Mitglieder durften in "Adagio For Strato / Flying Dutchman Boogie" (Adrian Vandenberg), "For The Love Of God / The Audience Is Listening" (Steve Vai) oder in dem in "Crying In The Rain" eingebauten Schlagzeugsolo (Tommy Aldridge) zeigen, dass sie Meister ihres Fachs sind. Diese Besetzung war und bleibt fr WHITESNAKE sicherlich umstritten. Unstrittig ist aber, dass auf dieser CD der musikalische Geist der auslaufenden 80er - / beginnenden 90er - Jahre, der halt sehr ausladend und "soloverliebt" ausgelegt war, perfekt eingefangen wird. Wer dieses Feeling mal nachempfinden oder einfach in Erinnerungen schwelgen will liegt hier sicher richtig.
   
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