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Nachdem die Power Metal - Band SEVEN WITCHES in den ersten Jahren ihres Bestehens ihre Alben in relativ kurzen Abständen veröffentlichte ist es seit dem letzten Album "Deadly Sins" relativ ruhig geworden. Und diese Pause hat den Jungs um Gitarrist Jack Frost sehr gut getan, denn mit "Call Upon The Wicked" meldet sich die Band Anfang Juni bärenstark zurück. Auf diesem Album singt wieder die Stimme des Power Metal James Rivera. Nichts gegen seinen "Vorgänger" Alan Tecchio, der sowohl auf Tonträger als auch live sehr gute Arbeit abgeleistet hat. Aber James passt einfach perfekt zum klassischen Power Metal der Band und liefert mit seinem variablen ausdrucksstarken Gesang ein Highlight seiner Karriere ab. SEVEN WITCHES haben ein abwechslungsreiches Album eingespielt, das Elemente aus klassischem Metal unterschiedlicher Art, aus Rock / Hardrock und fast schon moderne Elemente sehr harmonisch zu eingängigen Songs verbindet. Und über allem steht die variable melodiebezogene Leadgitarre von Jack, der absolut überzeugt. Los geht "Call Upon The Wicked" mit dem groovenden riffbetonten Midtempostück "Fields Of Fire". James begeistert von Anfang an mit seinem mittelhohen Gesang, der auch mal richtig nach oben geht. Im Solo wechseln sich eher feelingbetonte Teile mit schnellen Läufen ab und die dynamischen Drums sorgen für den nötigen Druck. Das folgende "Lilith" ist etwas schneller und geht sonst in eine ähnliche Richtung. Danach wird es im Titelstück rockig mit eingängigem Refrain. Highlight des Albums ist das fast neunminütige vielseitige Epos "End Of Days". Der Song beginnt mit einem längeren virtuosen fast schon träumerischen Akustikteil und entwickelt sich dann zu einem Midtempostampfer, der durch das effektive Riff und den emotionalen Gesang leicht an "Heaven And Hell" erinnert. Im Mittelteil gibt es einen Instrumentalpart mit starken Melodien und eine im Song gezielt eingestreute weibliche Stimme sorgt für Spannung und Abwechslung. Richtig großes Kino. Die schnellen Banger "Mind Games" und "Harlot Of Troy", in denen es auch mal etwas aggressiver und moderner zugeht, holen einen danach wieder in die Wirklichkeit zurück. Trotz moderner Elemente klingen beide Songs schön "oldschoolmäßig", aber nicht zu sehr auf ausgelutschten Pfaden. Das reguläre Album endet mit dem CREAM - Cover "White Room". SEVEN WITCHES geben diesem Song ihre eigene sehr heavy ausgelegte Note, behalten aber den "Spirit" des Originals bei, besonders im coolen Gitarrensolo mit schönen Wah Wah - Parts. Die limitierte Erstauflage im Digipak enthält als Bonus noch drei Livesongs. Diese klingen ziemlich rau und unverfälscht und fangen die Energie eines Konzerts der Band sehr gut ein. Freunde des ursprünglichen Power Metal werden von "Call Upon The Wicked" bestimmt nicht enttäuscht. Jetzt noch eine Tour wie 2002 mit ANNIHILATOR (man war das damals schön mit dieser "Metalfamilie") und die Welt ist in Ordnung... |
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