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Der Anfang mit seinen Pianoklängen erinnert mich an My Dying Bride, doch Marienbad ist ein deutschen Projekt aus Eisregen und The Vision Bleak Musikern. Eisregen finde ich scheiße, die anderen in Ordnung. Man benannte sich nach einem Ort der aufgrund eines Stausees in der Tschechei vom Staat geschlossen wurde, 12 Menschen wollten in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts nicht gehen und ertranken freiwillig in den Fluten! Textlich werden diese und andere Geschichten verarbeitet. Die Marienbad Story wäre etwas für einen Horrorfilm und es gab auch mal von Brian Yuzna so eine ähnliche Geschichte, nur der Name fällt mit gerade nicht ein. Zurück zur CD: Das Album kommt als Doppel-Album. Einmal in deutscher Sprache, das andere Mal in Englisch. Mir persönlich gefällt die englische Version besser! Der Opener und Titelsong ist mit acht Minuten und allem drum und dran wirklich eine My Dying Bride Huldigung, wobei mir das rollende R bei laufender Spielzeit auf die Nüsse geht. Gothic Metal mit Pathos, etwas Doom, Biss und teils dramatischem bis keifendem Gesang ist eine treffende Umschreibung. Der Sound ist gelungen, wenn die Band forsch losrockt wie beim kurzen "Night Of Flames" werde ich wach und werde gepackt. Jedoch nicht alles packt mich und einiges ist einfach etwas zu sperrig, "Under Dam Crest" klingt mir dann zu sehr nach rohen Dimmu Borgir. Fazit: Schlecht ist die CD sicherlich nicht, aber sperrig und irgendwie nicht vollständig ausgereift. Nicht jeder Musiker schafft es mit Sideprojekten genauso viel Aufmerksamkeit zu bekommen wie mit der Hauptband. Im Falle Eisregen ziehe ich Marienbad natürlich vor. Mal schauen ob es Werk 2 geben wird und sich die Meute steigern kann. |
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