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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NEAL MORSE - Testimony 2
Band NEAL MORSE
Albumtitel Testimony 2
Label/Vertrieb InsideOut / EMI
Homepage www.nealmorse.com
Verffentlichung 23.05.2011
Laufzeit 115:00 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Neben Steven Wilson (Porcupine Tree, Blackfield, No-Man) ist Neal Morse DER Tausendsassa der progressiven Musikszene. Kaum hat er mit Transatlantic ein Jahrhundertalbum ("The Whirlwind") aufgenommen und live promotet, strzt er sich auch schon auf sein nchstes Projekt "Testimony 2", das die Fortsetzung seines erfolgreichen Soloalbums aus dem Jahre 2003 und damit die Fortsetzung seines christlichen Glaubensbekenntnisses darstellt. Als Mitstreiter konnte Morse wieder Randy George am Bass und Mike Portnoy an der Schiebude gewinnen. Die Liste der Gastmusiker hat neben Neals ehemaligen Spocks Beard-Mitstreitern niemand Geringeren als Steve Morse (Deep Purple) zu bieten, der den ohnehin besten Track dieser Doppel-CD, das 26-mimtige "Seeds Of God", mit einem feinen Solo veredelt. "Absolute Beginners" und "Supernatural" sind richtige Ohrwrmer, die auf der kommenden Welttournee sicherlich fr gute Stimmung sorgen werden. Das war`s auch schon auf CD 2. Leider kann man dieses Niveau auf CD 1 nicht ganz halten, bzw. knnte man sagen, dass auf dem zweiten Silberling eine gewisse Steigerung feststellbar ist. Vielleicht liegt es daran, dass das "Testimony"-Konzept, das auf CD 1 fortgesetzt wird, Neals Kreativitt ein wenig einengt und sein selbst angelegtes christliches Bekennerkorsett sich leider negativ auf sein Songwriting auswirkt. Der erste Teil fllt mit "Mercy Street" (typische NM-Hymne), "Overture No. 4" (ungewhnlich heavy) und "Time Changer" (mehrstimmige Chre vom Feinsten) zwar fulminat aus, danach flacht das Ganze jedoch merklich ab und ergeht sich teilweise in etwas zu pathetischen Jesus-Lobpreisungen (Jesus`Blood", "Jesus Bring Me Home"). Obschon ich selbst Christ bin, finde ich sowas genauso deplaziert wie den Satanskult, den selbsternannte Okkultcombos zelebrieren. Die Wahrheit liegt zwar nicht wie im Fuball auf dem Platz, aber in der Musik und diese sollte nicht von Dogmatismus berlagert werden. Man kann eine sinnvolle Message auch subtiler rberbringen und die Leute durch gute Texte zum Nachdenken bewegen, ohne ihnen den eigenen Glauben oder die eigene politische Meinung aufzwingen zu wollen - Amen.
   
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