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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BEAR - Abstractions 2.0
Band BEAR
Albumtitel Abstractions 2.0
Label/Vertrieb Let It Burn Records
Homepage www.myspace.com/bearpropaganda
Verffentlichung Apr 22, 2011
Laufzeit 14:58 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Technischer Metal ist hufig eine schmale Gradwanderung zwischen Wahnsinn und nervigem Gefrickel. Sich diesem Weg zu verschreiben, bedarf also einiges an Selbstbewusstsein. Selbstbewusstsein dahingehend, dass man entweder davon berzeugt ist, dass seine Musik trotz technischer Tricksereien mitreiend sein kann oder einfach einen feuchten Dreck drauf gibt, was die anderen ber die selbstkomponierte Musik denken.
Bei BEAR aus Belgien handelt es sich eher um den ersten Punkt. Denn genau das macht ihre Musik, sie reit den Hrer in ihren Bann, zieht ihn mit ins Chaos und lsst ist nur selten whrend der 5 Stcke verschnaufen. "Abstractions 2.0" strotzt nur so vor Abwechslungsreichtum. Alle voran schreitet dabei Serch an der Schiebude. Der gute Junge trommelt sich um Kopf und Kragen und scheint sich das vollstndige Zerlegen seines Sets zum Ziel gesetzt zu haben. Glcklicherweise verliert er sich dabei aber nicht in seiner Spielerei, sondern wei es gekonnt immer noch einen gewissen roten Faden beizubehalten. Auch Leander am 6 - Saiter begngt sich nur ungern mit geraden Takten und zieht es eher vor seine Riffs zu zerstckeln. Wieso auch nicht wenn das Ganze danach so chaotisch, aber doch zielgerichtet und gekonnt anhrt. Angetrieben wird die Truppe von Maarten am Gesang der ein angenehmes Stimmchen mitbringt. Ob tief gegrowlt oder klar gesungen, alles erscheint an der richtigen Stelle. Einzig die leicht gepresste Variation seiner Stimme mag mir nicht richtig gefallen, zu gezwungen und aufgesetzt wirkt diese.
Geschnrt wird das Paket von einer druckvollen, aber nicht bertriebenen Produktion. Bleibt mir nur zu sagen: Wer auf anspruchsvollen und modernen Metal steht mge doch bitte zugreifen.
   
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