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22. Mai 2013 - Uhr
 
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SYMFONIA - In Paradisum
Band: SYMFONIA
Albumtitel: In Paradisum
Label/Vertrieb: IAM / edel
Website: www.symfonia.fi
Alternative URL: www.myspace.com/symfoniamusic
Veröffentlichung: 01.04.2011
Laufzeit: 55:22 Minuten
Autor: Thorsten Schwalbach
Bewertung: 13 von 15 Punkten
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Angeschlagene Boxer sind die Gefährlichsten! Ist jetzt eine ausgelutschte Phrase, aber hier passt sie wirklich. Nach seinem Abschied von STRATOVARIUS war Timo Tolkki ja nicht wirklich erfolgreich und seine verbitterten Kommentare nach dem Ende von REVOLUTION RENAISSANCE ließen nicht auf Großtaten hoffen. Doch der gute Timo hat das Beste aus seiner Situation gemacht, sich eine Schar bekannter Größen wie André Matos (ex - ANGRA) oder Uli Kusch (ex - MASTERPLAN, - HELLOWEEN) gesammelt und meldet sich mit seiner neuen Band SYMFONIA mehr als eindrucksvoll zurück. Auf deren Debüt "In Paradisum" spielt die Band begeisternden Melodic Metal mit abwechslungsreichen Songs, die gerne spannende Wendungen enthalten, mit sehr variantenreicher Gitarrenarbeit und mit gefühlvollem Gesang, der auch mal kräftiger klingt. Timo zeigt nicht nur seine Klasse als Leadgitarrist sondern liefert mit seinen knackigen Riffs, die auch mal härter werden, ein solides Fundament der Stücke. Den passenden Groove liefert Basser Jari Kainulainen (auch ex - STRATOVARIUS), der sehr gut mit Schlagzeuger Uli Kusch harmonisiert.
Los geht das Album mit dem schnellen riffbetonten "Fields Of Avalon" mit eingängigem Chorus und virtuosem Gitarren - / Keyboard - Solo. Überhaupt sind die Keyboards hier sehr präsent, aber nicht so nervig wie auf manch anderen Alben dieser Stilart. "Santiago" beginnt mit einem heavy Riff, das sich durch den Song zieht. Stellenweise erinnert dieser Song an RAINBOW und im melodiösen Mittelteil begeistert Timo Tolkki mit klassisch geprägtem Spiel auf akustischer und elektrischer Gitarre. Danach überzeugt der Gitarrist in der Ballade "Alayna" mit gefühlvollen Soli im Stil von Ritchie Blackmore. Ein Höhepunkt des Albums ist der Titeltrack, ein fast zehnminütiges abwechslungsreiches teilweise bombastisches Epos mit interessanten Tempo- und Stimmungswechseln und typischen "Elfengesängen" von André Matos. "In Paradisum" schließt ab mit der Ballade "Don't Let Me Go" mit dezenten Streichern, in der André nochmal zeigt, was für ein emotionaler Sänger er ist. SYMFONIA haben hier das Album für die Fans gemacht, die seit Ende der 90er irgendwie von STRATOVARIUS begeistert waren, denen aber immer etwas gefehlt hat, was die Alben der Band davor zu etwas Besonderem gemacht hat. Daumen hoch für dieses überraschend starke Comeback.
   
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