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Die ersten fünf Sekunden denkt man noch Oha! Thrash Metal!, aber spätestens nach dem BELPHEGOR-mäßigen Eröffnungsschrei wird klar, was hier die nächsten 32 Minuten auf einen zukommt: Black Metal, und zwar vom Allerfeinsten. Kein Wunder also, dass auf dem Backcover in großen Lettern True Black Metal prangt!
Sehr erfreulich ist indes auch das Faktum, dass die Truppe aus Finnland kommt und damit beweist, dass es da tatsächlich doch Schwarzheimer gibt, die ihr Handwerk auch verstehen! Finnisch klingt die Chose zwar nicht (wie auch immer finnisch eigentlich klingt), dafür aber um so schwedischer, womit klar ist, dass wir es hier mit einem weiteren Vertreter des Überschall-Genres zu tun haben. Und das ist auch verdammt gut so! Ich hab auf der ganzen Platte insgesamt etwa drei Stellen gefunden, an denen es mal etwas gemächlicher bzw. rhythmischer vonstatten geht, davon abgesehen wird gebolzt, was das Drumkit hergibt. Auflockerung existiert in Form von einigen gesprochenen Samples, was zwar nix wirklich Neues ist, der Atmosphäre aber sehr dienlich ist. Lediglich das neunte Stück When the Shadows become Flesh empfinde ich als etwas störend, da hier außer tiefem Bassgebrummel nicht viel zu hören ist.
Was das Plattencover angeht: Das ist wohl eher unglücklich gewählt und kommt nicht ansatzweise so böse rüber, wie es vielleicht geplant war. Aber immerhin haben sich die Finnen damit einen Eintrag in unserer Galerie der schlimmsten CD-Cover erkämpft, ist doch auch ne Leistung! Die Texte von BLACK DAWN drehen sich selbstverständlich um Tod und Teufel, sind aber leider teilweise unvollständig abgedruckt, was eine Beschäftigung mit der Materie schon erschwert. Was man aber erkennt ist, dass sich der selbsternannte Hells Poet und Chefdenker Hoath Wrath intensiv mit okkulter Lektüre beschäftigt zu haben scheint und somit weiß, wovon er kreischt. Das macht er im Übrigen richtig gut, die Vocals kommen erfreulich boshaft angeschossen, nur scheint es, bei genauem Hinhören, hier und da mit der englischen Aussprache etwas zu hapern...
Unentschlossenen empfehle ich als Anspieltipp Of blackest Witchcraft oder auch das kompromisslose Enemy of the Day, das mit einem genialen Break inmitten des Gitarren-Infernos aufwarten kann. Tempo-Puristen können aber eigentlich nix falsch machen. |
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