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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DRU - Gospels Of The Apocalypse
Band DRU
Albumtitel Gospels Of The Apocalypse
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.myspace.com/druhate
Verffentlichung 27.01.2011
Laufzeit 22:12 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 10 von 15 Punkten
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DRU ist eine dreikpfige Truppe aus Deutschlands Osten, die es sich zum Auftrag gemacht hat, scheppernden Blackmetal der frhen Stunde mit groovenden Rockpassagen zu verbinden und das Ganze schlussendlich in einem ziemlich apokalyptisch klingenden Sound zu vereinen. Die aktuelle EP "Gospels Of The Apocalypse" bindet vier Songs der Band auf einen Silberling, auf dessen Cover Ratzinger, Selbstmordattentter und Atombomben vereint werden - beeindruckend.
Der Startschuss fllt mit "Spiritual War Obedience". Von Beginn an erinnert mich der Sound an aktuellere DARKTHRONE - Scheiben. Roh bis aufs Blut, kaum differenzierbares Schlagzeug, dazu kreischend, sgende Gitarren die sich bis tief in den Gehrgang schneiden. Dazu kommt ein angenehm saftig schleppender Bass. Der Gesang, tjaja, der Gesang. Rau und brutal klingt er, was ihn in den normalen Gesangpassagen wirklich passend macht. Kommt es nahe dem Refrain jedoch mal zu Ausschweifungen in hher oder tiefer gegrlte Abschnitte, lsst die Qualitt doch hufig ein wenig zu wnschen brig. Auf der anderen Seite: Wer seine Musik so dreckig wie mglich klingen lsst, braucht der jemanden, der immer den "Ton" trifft? Neben treibenden, schnelleren Passagen zeigt der Song auch schleppendere Abschnitte, die das Geholze deutlich abwechslungsreicher werden lassen. "Elitism & Excess" schiet in dieselbe Richtung, kann aber aufgrund der krzeren Spielzeit nicht ganz so viel Atmosphre aufbauen. Dafr drckt der Song in den Strophen durchweg nach vorne. "Pig" stellt den absoluten Hhepunkt der EP dar. Zwar kommen auch wieder die typischen Aspekte der Band zum Einsatz, aber irgendwie znden die Riffs dieses mal so richtig, was sich zusammen mit ein paar dreckigen Grunzern im Refrain wirklich uerst gut macht. "Fear The Lord", als Abschluss der EP, kommt insgesamt stampfender daher, kann aber auch gerade deshalb punkten. Der Song pumpt ordentlich und knnte live sehr leicht fr Nackenschmerzen sorgen.
Wer also auf "thrashigen" Blackmetal mit deftigem Rockeinschlag und gleichzeitig auf einen Sound der nach Katakomben klingt steht, der kann sich die Geschichte bedenkenlos anhren. Fr mich stellen der Rotzsound und die Konzentration auf das Wesentliche eine gute Alternative zur sonst momentan so angesagten Hochglanzproduktion dar. Zustzlich sollte jeder, der mit den "modernen" DARKTHRONE - Scheiben etwas anfangen kann unbedingt ein Ohr riskieren. Das kann man auf der MySpace - Seite der Truppe brigens kostenlos machen.
   
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