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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HORN OF THE RHINO - Weight Of Coronation
Band HORN OF THE RHINO
Albumtitel Weight Of Coronation
Label/Vertrieb Doomentia Records
Homepage www.myspace.com/rhinomotherfuckers
Verffentlichung 03.09.2010
Laufzeit 69:20 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Mit dem Rhinozeros bzw. dessen Horn zeigt das Trio Gespr fr passende Assoziationen: Man stelle sich einen dieser wtenden, dickhutigen Steppenbewohner vor, wenn ihm z.B. ein Erdhrnchen oder ein Nachbar von vergleichbarer Kragenweite ins Wasserloch kackt. Klar, dass es da kein Halten mehr gibt. Und genauso ist es mit HORN OF THE RHINO. Hier geht's nicht um Geschwindigkeit oder rasenden Zorn, sondern viel mehr um zermalmende Urgewalt. Und die wird von den Spaniern sehr glaubhaft intoniert.

Ganz viel Sdstaatensumpfsludge und ganz viel Doomcore werden hier mit -oho!- Grunge- und Alternativeelementen der 1990er Jahre verwurstelt. Ungefhr so, als wrden EYEHATEGOD, HIGH ON FIRE und BONGZILLA mit ALICE IN CHAINS und PEARL JAMs Eddie Vedder jammen.
Eine ungewohnte Mischung, die nicht immer funktioniert. Und die manchmal sogar ziemlich daneben geht, leider. Zudem knnte der Kontrast aus kellertief gestimmten Instrumenten und hohem Gesang verschiedenen Hrern ssauer aufstoen. Abwechslung ist zudem keine Strke der Jungs, das zeigt sich an Gitarrenriffs, die gern schon mal ohne erwhnenswerte Vernderung bis zur 10-Minute-Marke ausgereizt werden. Lediglich beim Song "Sovereign" werden mit Hammonorgel und Cello zwei nicht gerade genretypische Instrumente eingesetzt, die sich jedoch hervorragend ins Konzept einfgen. Der vielleicht beste Song ist "Southern Beast", bei dem man dezent auf's Gas tritt, beim Gesang hsslich krchzt und auch klampfentechnisch etwas mehr vom Leder zieht. Geht doch...

Mir gefallen die ewig langen, hypnotischen Songs und der stoische Beat von HORN OF THE RHINO. Deswegen sage ich nicht so richtig gern, dass die Platte objektiv betrachtet nicht so richtig toll ist. Mal abgesehen vom Cover, das stark vom ebenfalls spanischen Surrealisten Salvador Dli beeinflusst ist.
Aufgrund der sehr eigenen Musikmischung und des allzeit wuchtigen, dreckspritzenden Sounds empfehle ich dennoch ein wohlwollendes Reinhren.
   
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