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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SOLEFALD - Norrøn Livskunst (Review 2)
Band SOLEFALD
Albumtitel Norrøn Livskunst (Review 2)
Label/Vertrieb Indie Distribution / Soulfood
Homepage www.myspace.com/solefaldofficial
Veröffentlichung 19.11.2010
Laufzeit 54:25 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Den etwas anderen Black-Metal bieten seid 1995 die zwei Norweger Lars Nedland und Cornelius Jakhelln, mit ihrer Band Solefald. Der Schriftsteller Jakhelln und sein Partner Nedland, der seine Musikerfahrungen bereits bei Bands wie Borknagar und Carpathian Forest sammeln konnte, veröffentlichen mit "Norrøn Livskunst" ihr nun siebtes Album. Und beweisen damit gleichzeitig, dass es ihnen wieder gelungen ist, die starren Grenzen des Metals zu sprengen, und ein Musikerlebnis zu schaffen, dass nur so vor Überraschungen und Kuriositäten strotzt.
"Norrøn Livskunst" bietet die kräftigen Riffs des Black-Metals, verbindet sie mit Klängen aus dem Folkbereich und dem Viking-Metal, und schreckt auch nicht davor zurück, experimentelle Tonkunst und unerwartete Instrumente in das Gesamtkonzept mit einzubauen. Wer jetzt beim Anhören der Platte glaubt, einem undurchdringbaren Mix verschiedener, nicht zusammen passender Stile ausgesetzt zu sein, irrt sich gewaltig. Das Duo Solefald versteht es, trotz allen musikalischen Widersprüchen, ein äußerst homogenes, stimmiges Werk zu präsentieren, das in jedem Song Abwechslung und interessante Überraschungen bietet und somit schnell Lust auf mehr macht. Mit Gastsängerin Agnete Maria Forfang Kjølsruds haben sich Nedland und Jakhelln am Mikrofon zusätzlich Verstärkung geholt. Sie passt mit ihrer außergewöhnlichen Stimme genau zum Konzept. Und so kreischen die Musiker beim bemerkenswerten Song "Tittentattenteksti" nach alter Metal-Tradition gekonnt ins Mikro, um in nachfolgenden Stücken, wie bei"Eukalyptusstreet", wieder in unerwartete, epische, ruhige und entspannende Klänge zu verfallen. Insgesamt ist das Ganze ein Mix, der sich nicht eindeutig unter einem Stichwort zusammen fassen lässt und vielleicht überhaupt nur mit der ursprünglichen Bedeutung des Wortes "Avantgarde" zu beschreiben ist. Was aber ganz sicher ist: Man sollte es unbedingt mal gehört haben!!!
   
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