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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MELECHESH - The Epigenesis
Band MELECHESH
Albumtitel The Epigenesis
Label/Vertrieb Nuclear Blast Records / Warner
Homepage www.melechesh.com/
Alternative URL www.myspace.com/melechesh
Verffentlichung 01.10.2010
Laufzeit 71:24 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Um sich aus der breiten Masse der zahlreichen Verffentlichungen im Black Metal Bereich hervorzuheben, braucht es vor allem zwei Dinge: Eine gute Portion Knnen und einen eigenen, auergewhnlichen und prgnanten musikalischen Stil. "Die Knige des Feuers",Melechesh beweisen mit ihrem selbst ernannten "Mesopotamian Metal", dass sie diese Attribute auf besondere Weise verinnerlicht haben. Bereits 1993 vom Leadsnger und Gittaristen Ashmedi in Jerusalem gegrndet, verschrieben sich die Bandmitglieder dem melodischen Black Metal mit besonderem Schwerpunkt auf die traditionellen Mythen und Geschichten des alten Orients. Was in ihrer Heimat fr einen Eklat sorgte, da der der Band durch ihr musikalisches Schaffen satanistische Aktivitten im Bereich Jerusalem und Bethlehem vorgeworfen wurde, fhrte nach Verffentlichung ihres ersten Albums "As Jerusalem Burns..Al`Intisar" 1996 in der Black Metal Szene zu Begeisterungsstrmen.
Nach dem Wechsel vom Osmose Label erscheint nun unter Nuclear Blast nach 4 Jahren ihr fnftes Studioalbum "The Epigenesis". Schon der Opener "Ghouls Of Niniveh" hlt, was man sich von einer gut produzierten, auergewhnlichen Scheibe verspricht. Eindringliche, prgnante Riffs, und der giftige, aber dennoch deutliche Gesang von Ashmedi bescheren den Hrer gleich zu Beginn eine Vorstellung von einer dynamisch perfekt aufgebauten Gesamtkomposition. Fr Fans von schnelleren und hrteren Klngen folgt der Titel "Grand Gathas Of Baal Sin". Die perfekte Percussion Arbeit von Xul, dem Ex-Drummer von Tharnatos, und die orientalisch angehauchten Gitarren- und Bassklnge von Moloch und Rahm, vertiefen den Eindruck in ferne Welten des Orients vorzudringen, ohne dabei den metallischen Sound zu verwssern.
Besonders mystisch und unberhrbar an arabische Melodien erinnernd, beginnt das Intro zu "The Magickan And The Drones". Bevor der Hrer jedoch gedanklich ganz in orientalischen Phantasien versinken kann, holen ihn die harten Gittarenriffs und die intensiven Shouts Ashmedis schnell in die harte Realitt zurck. Etwas lang geraten, die Spannung nehmend und zu improvisiert, erscheint jedoch das rein akustische Stck "When Halos Of Candles Collide". Fast volle sechs Minuten gibt es sphrische, zu epische und arabische Klnge, die fr das westliche Ohr zu befremdlich wirken, und die Gesamtwertung, durch Punktabzug beim Hrgenuss, etwas mindert. Aber Melechesh wren nicht Melechesh, wenn sie es nicht verstehen wrden den Hrer wieder den gewohnten Black Metal-Genuss bis hin zum Ende ihres Werkes zu bescheren. Insgesamt ist "The Epigenesis" mit seinen 71,24 Minuten ein Meisterwerk, das den Spagat zwischen den alten orientalische Klngen, den Traditionen der Band und harten Black Metal auf ganz besondere Weise schafft, und dabei nicht mit kompositorischen Besonderheiten und musikalischer Flexibilitt spart.
Wer also mal ein Avantgarde-Album hren will, was mit besonderem musikalischem Niveau beeindruckt, sollte bei Melechesh zugreifen!
   
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