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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RIOTGOD - Riotgod
Band RIOTGOD
Albumtitel Riotgod
Label/Vertrieb Metalville
Homepage www.riotgod.com
Verffentlichung 30.07.2010
Laufzeit 62:16 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Vor nicht allzu langer Zeit hat Dave Wyndorf die Spacerockrabauken MONSTER MAGNET auf Eis gelegt. Einerseits schade, andererseits nicht, denn -Hand auf's Herz!- irgendwie kamen die Jungs doch schon eine ganze Weile nicht mehr richtig aus dem Quark. Der Verlust ist also nicht so richtig tragisch, und durch RIOTGOD verliert er zustzlich an Tragweite. Das liegt daran, dass sich bei diesem neu geformten Quartett mit Schlagzeuger Bob Pantella und Bassist Jim Baglino die Rhythmusgruppe und somit die Hlfte der ehemaligen Monstermagneten zum Musizieren eingefunden hat. Laut Pressezettel spielen RIOTGOD Stonerrock. Stonerrock heit Stonerrock, weil hier Leute stoned rocken. Bei RIOTGOD habe ich allerdings den Eindruck, dass sie etwas zu stoned sind um zu rocken. Denn kurz gesagt machen RIOTGOD da weiter, wo MONSTER MAGNET aufgehrt haben. Ich wei, klingt unfair und wird den Knstlern nicht gerecht, aber wer mal ein unvoreingenommenes Ohr riskiert und zudem die letzten MM-Platten kennt, wird mir zustimmen.

Klar, Retrorock hat immer Konjunktur, und so ist RIOTGODs Mix aus der erwhnten Vorgngerband, massig psychedelischem Fuzzgedudel und rauchschwadenverdelten Sptsechzigersound per se nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut oder gar berzeugend. Ganz viel HAWKWIND und ganz wenig Abwechslung machen die Platte bestenfalls durchschnittlich. Allerdings muss ich sagen, dass unter den 16 Titeln (Inklusive zweier Bonustracks. Was soll hieran bonus sein?) keine nervigen Lckenfller sind, sondern dass RIOTGOD ihr Niveau halten. Wahrscheinlich wre das Hrvergngen um einiges grer, wenn es unter der Einwirkung psychotroper Substanzen wie Pilzen, Klebstoff oder alternativ einem Fausthieb auf die Zwlf erfolgte.

Und ja, Snger Sunshine erinnert mich stellenweise an den jungen James Hetfield. Weckt tolle Erinnerungen, will aber nicht ganz in mein kleines musikalisches Weltbildchen passen. Wer auf sehr gediegenen Spacerock steht darf gespannt sein, wie's mit dem Quartett aus New Jersey weitergeht. Allen anderen drfte es relativ wurscht sein.
   
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