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WHITE PULP präsentieren uns nach "Ashamed Of Yourself" nun ihr zweites Werk "Lost Inc.". Noch deutlicher als auf ihrem Debüt verleiht die Band um Sänger Sonny den neuen Songs ein klares und eigenständigeres Industrial-Rock-Gewand, obwohl ich sagen muss, dass der scheinbar ach so stark im Vordergrund stehende Rock mir oft in deren Klängen fehlt. In ihrer Musik jedoch nicht zu leugnen, Parallelen zu Genregrößen wie Marylin Manson oder den NIN. WHITE PULP bestechen zwar durch einschlagenden Gitarren-Wall-Of-Sound, mehr aber noch durch Elemente des Noise und den elektronisch-melodiösen Arrangements. Eine Abwechslung, die die Spannung durch das Album zeitweise ganz gut hält und die Eingängigkeit einzelner Songs nicht zu kurz kommen lässt. Das Trio zeigt auch Know-How mit dem Umgang ruhigerer Klänge und den damit verbundenen Tiefgang. Elektronische Elemente runden die Musik immer wieder ab und tragen zur Tanzbarkeit bei, wie bei dem einschlagenden "Full Time Bitch", um ein Beispiel zu nennen. Als Zusatz bietet der Silberling eine rockige, aber nicht wirklich in Fahrt kommende Coverversion des TEARS FOR FEARS Klassikers "Mad World" sowie drei ganz nett umgesetzte Akustikversionen des ersten Albums. Rückblickend fehlt mir am Ende der knapp 60 Minuten der absolute Brüller: Vieles plätschert doch zu sehr dahin und bleibt nicht haften. Trotz alledem: WHITE PULP haben mit ihrem neuen Album einen Schritt nach vorne gemacht und mehr Reife bewiesen. Überzeugt euch einfach selbst, auf einer der Shows hierzulande. |
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