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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS - Mojo
Band TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS
Albumtitel Mojo
Label/Vertrieb Reprise Records/Warner Bros.
Homepage www.tompetty.com
Alternative URL www.warnerbrosrecords.com
Verffentlichung 13.06.2010
Laufzeit 65:00 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Tom Petty macht sich keinen unntigen Stress. Dass das letzte Album seiner HEARTBREAKERS bereits vor acht Jahren erschien veranlasst ihn nicht dazu, sich mit dessen Nachfolger sonderlich zu beeilen. Wre auch Quatsch, denn mit seinem Soloalbum "Highway Companion", dem nachtrglich verffentlichten Album "Mudcrutch" seiner ehemaligen Band MUDCRUTCH (2007) sowie der Mitarbeit an den noch immer erscheinenden Alben von Johnny Cashs American-Recordings-Serie war und ist der Gute ausreichend beschftigt.

Tja, aber irgendwie haben Mr. Petty und die HEARTBREAKERS es dann doch geschafft, "Mojo" zu schreiben und aufzunehmen. Groe Vernderungen sind hierauf nicht zu verzeichnen, und so ist es dieser Band einmal mehr gelungen, ein herrlich anachronistisches Album abzuliefern. Weitgehend live eingespielt und analog aufgenommen strahlt es eine seltene Wrme und Tiefe aus.
Der Opener "Jefferson Jericho Blues" zeigt, was innerhalb der nchsten 65 Minuten geschieht: entspannt-zeitloser Rock, irgendwo zwischen Sdstaaten- und Westkstensound. Dargeboten mit einem groen Gitarrenaufgebot, veredelt mit erstklassiger Orgel- und Mundharmonikaarbeit. Auch beim folgenden, an die Southernrockpioniere ALLMAN BROTHERS BAND erinnernden "First Flash Of Freedom" wird die eingeschlagene Richtung beibehalten- und mit einer Lnge von rund sieben Minuten zeigen Tom Petty und seine Kollegen, was sie von auf Radiolnge runtergebrochenen Songs halten: nmlich nix. Bei "Candy" und "U.S. 41" gibt's verhaltene Ausflge in Richtung Blues und Country, bevor mit "Don't Pull Me Over" eine zwar originelle, letztlich jedoch entbehrliche Reggaenummer zum besten gegeben wird.
So orgeln, klimpern und trllern sich Tom Petty & THE HEARTBREAKERS mal entspannt, mal mit vorsichtigem Tritt auf's Gaspedal durch ein Album ohne hervorhebenswerte Hhen und ernstlich strende Tiefen.

"Mojo" pltschert sehr homogen fr sich hin, es ist vermutlich genau das Album, worauf Fans der Band schon lange warten. Dass ich die hierauf enthaltenen Hits bisher nicht entdeckt habe, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt- ich werde weiter danach suchen und empfehle allen halbwegs Interessierten, dies auch zu tun. Belohnt werden wir in jedem Fall mit schner, seltener und handwerklich einwandfreier, zeitloser Gitarrenmusik. Und mal ehrlich: Wer nicht vllig beknackt ist, liebt sowas.
   
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