Navigation
                
17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MASTER - The Human Machine
Band MASTER
Albumtitel The Human Machine
Label/Vertrieb Pulverised Records
Homepage www.master-speckmetal.com
Alternative URL www.myspace.com/masterspeckmann
Verffentlichung 26.04.2010
Laufzeit 45:58 Minuten
Autor Patrick Steffenhagen
Bewertung 9 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
In ber fnfundzwanzig Jahren Bandgeschichte haben die US-Amerikanischen Master (nicht mit den gleichnamigen Russen zu verwechseln) nicht nur eine anstndige Anzahl an Mitgliedern hinter sich gelassen, sondern auch eine beachtliche Stckzahl an Alben aufgenommen. Als die ewig bersehenen blieben Master konstant am Ball und wollen auch 2010 noch nicht zum alten Eisen gehren - Zeit, dies mit "The Human Machine" zu beweisen.
In bester Tradition von Speckmanns frheren Mitstreitern wie etwa Possessed oder Morbid Angel trmmern sich Master in Old School-Death-Manier auf insgesamt zehn Songs brutal voran und vergessen die technischen wie musikalischen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre. Rasende Gitarren und knppelnde Drums, die guten Gewissen auch als Thrash durchgehen knnten, zimmern ein kompromissloses Brachialbrett nach dem anderem.
Hier auch liegt der Hund begraben. Harte und direkte, aber vllig einfallslose Arrangements treiben die Scheibe voran ohne auch nur ein einziges Mal ber den eigenen Horizont hinaus zu blicken. Spannung kommt keine auf, Innovationen sucht man vergebens. Technisch durchaus versiert, aber nochimmer in den Anfangszeiten des Stils feststeckend, kann auch das spielerische Handwerk nicht ber solides Mittelma hinaus wachsen und fllt weit hinter moderne Vertreter zurck. Paul Speckmanns rumpelndes Tieftner-Grunzen hat mchtig an Kraft verloren und kann kaum noch berzeugen, mutet fast schon betrunken lallend und drucklos an.
Neben Spiel und Kompositionen scheint auch die Produktion von "The Human Machine" in der Vergangenheit verblieben zu sein und kracht mchtig rau aus den Boxen. Der erdig-rohe Sound hat auch heute zweifellos noch seinen ehrlichen Charme, rumpelt aber zu dumpf voran. Druckvoll - ob ursprnglich oder modern - klingt einfach anders.
Master, die (nicht ganz unverdient) nie den ganz groen Wurf landen konnten, lassen mit "The Human Machine" die alten Zeiten des US-Death ein weiteres Mal aufleben und zelebrieren die alte Schule. Wem die schon damals nicht gefiel, wird auch jetzt ganz sicher nicht bekehrt werden. Fans des t(h)rashigen US-Old School-Death (und vor allem Masters anderer Scheiben) allerdings werden vor Freude "Scheie!" schreien!
   
<< vorheriges Review
GOLDEN APES - Denying The Towers Our Words Are Falling [...]
nchstes Review >>
DEEP PURPLE - Singles & E.P.Anthology 68-80


 Weitere Artikel mit/ber MASTER:

Zufällige Reviews