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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANGST SKVADRON - Sweet Poison
Band ANGST SKVADRON
Albumtitel Sweet Poison
Label/Vertrieb Agonia Records / Twilight
Homepage www.angstskvadron.com
Alternative URL www.myspace.com/angstskvadron
Verffentlichung 12.02.2010
Laufzeit 40:33 Minuten
Autor Patrick Steffenhagen
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Manchen Bands gelingt es immer wieder, ein neues Kapitel in Sachen musikalischer Verschmelzung aufzuschlagen. So geschehen mit "Flukt", dem Debt der norwegischen Angst Skvadron, die Black Metal mit (zumindest klanglich) Drogen-induziertem Psychedelic Rock verbanden. Ein gutes Jahr spter steht nun der Nachfolger in den Startlchern, der das Ganze noch einen Schritt weiter treibt.
"Sweet Poison" zeigt sich als Black Metal-Umhang, der die diversen Einflsse und Ausflge der Scheibe zusammenhlt. Rauer, keifender Gesang erklingt kalt aus dem Hintergrund und mausert sich streckenweise zum schmerzlichen Reibeisen, das nach einer Splung mit Whisky und Glassplittern klingt, manchmal auch zum distanzierten Klarorgan aus der dunklen Ferne wird. ber dem rohen Black Metal-Sound, dessen klirrende, atonale Gitarren am meisten ins Ohr stechen, schweben Soundscapes, abgedrehte Psychedelic-Tne, elektronische Verzerrungen, wildes Pianogeklimper bis hin zu einigen Soundeffekten, die einem 60er Jahre Horror-/SciFi-Film entnommen sein knnten.
Was oben bereits verwirrend klingt, mutet in den zehn Titel der Scheibe nicht weniger verwirrend an. Frontmann Trond Nefas hat es beim Songwriting augenscheinlich genau auf diesen Effekt angelegt. Die Titel wechseln Rhythmus und Stimmung wie andere Leute Unterwsche, der Hrer wird mit unterschiedlichen Elementen geradezu bombardiert und erhlt nie die Zeit, sich auf auch nur eines davon richtig einlassen zu knnen. Somit flimmert "Sweet Poison" wie ein Drogenrausch vorbei, berflutet die Sinne und lt den Hrer im Dmmerzustand mit einer diffusen Erinnerung an "irgendetwas" zurck.
Angst Skvadron prsentieren ein Black/Alien Experiment, an dem einige sicherlich Gefallen finden knnten. Der halluzinogene, fast schon kafkaeske Wahrnehmungsturm hat definitiv einen gewissen Charme, lt allerdings zu viel zu schnell auf den Hrer herunterprasseln, um sich entfalten zu knnen. Ein Experiment, das man mal hren, aber sicherlich nicht guten Gewissens empfehlen kann!
   
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