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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SUICIDE KINGS - Rule The Apocalypse
Band SUICIDE KINGS
Albumtitel Rule The Apocalypse
Label/Vertrieb KB-Records
Homepage www.thesuicidekings.de
Alternative URL www.myspace.com/thesuicidekingspunk
Verffentlichung 24.04.2010
Laufzeit 44:12 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Bei "Rule the Apocalypse", dem zweiten Album der SUICIDE KINGS, fllt zuerst das Cover auf. Das ist bei vielen Platten so, aber hier ist es der aktuelle Bezug, der mir besonders gut gefllt. Betrachtet man die dort angedeutete Apokalypse z.B. als einen Blick auf das brennende Frankfurter Bankenviertel, hat dieses Artwork einen ganz besonderen Reiz. Wer auer den verfluchten Dreckscken, die uns die gegenwrtige Finanzkrise eingebrockt haben, wnscht sich in diesen Tagen nicht, den ganzen Sauhaufen in bester "Fight Club"-Manier abzufackeln?

h, zur Musik. Whrend es auf "Devil May Care" die amtliche Vollbedienung in Sachen rotzigen, bierseligen Oi-Punks und Straenkter-Rck'n'Rlls in Tradition der BHSEn ONKELZ oder ROSE TATTOOs gab, prsentieren die KINGS sich im Jahre 2010 hrter, bser, metallischer. Mglich, dass die Verpflichtung von Witali Weber, seines Zeichens Gitarrist der Deathmetalgtter DISBELIEF, als Produzent der Grund hierfr ist.
Los geht der Spa mit "Unity Remains", einem Song, der - wie ich unterstelle - zum Mitsingen fr durstige Kehlen geschrieben wurde. Es mag nicht die beste Idee der Band gewesen sein, diesen Kracher an den Anfang des Albums zu stellen. Denn der witzige, deutsch-englisch vorgetragene Nachfolger "South Of Hessen" inklusive Verneigung in Richtung der Thrashgtter von SLAYER und das anschlieende "Holy Damnation" erreichen die hohe Messlatte, die mit "Unity Remains" festgelegt wird, nur bedingt.

Die Kompromisslosigkeit von "Devil May Care" wurde zugunsten von vorsichtig angewandter Verspieltheit wie Gitarrensoli und ein angedeutetes Trommelsolo aufgegeben. Eine Bereicherung, wie ich finde! Hierdurch gewinnen die SUICIDE KINGS mehr Dynamik, mehr Abwechslung und steigern den Hrgenuss zuhaus' oder im Auto. Auerdem drfte sich der potenzielle Hrerkreis um Hard- und Metalcorefans erweitern.
Inhaltlich sind die Hessen sich treu geblieben; unbescheiden werden Sozialkritik gebt und Missstnde benannt, allerdings pflegt das mittlerweile zum Quartett geschrumpfte Quintett auch augenzwinkernden Lokalpatriotismus und Liebe zu heimischen Brauereiprodukten. All das gefiel u.a. berhmten Kollegen wie DISCIPLINE oder DRITTE WAHL so gut, dass sie die jungen Kollegen als Anheizer buchten.

"Rule The Apocalypse" ist eine starke Platte, die die zunehmende Eigenstndigkeit der SUICIDE KINGS unterstreicht und beim mehrmaligen Hren nicht an Eingngigkeit verliert. Einziger Schwachpunkt hierbei ist das echt berflssige Instrumental "Surrounded By Evil" - Mnner, lasst doch den Quatsch! Lieder ohne Gesang, Samples, Rockopern- das ist was fr hirnberfrachtete Prognervkekse, denen das Instrument den Geschlechtspartner ersetzt. Das will keiner hren. Ich zumindest nicht. Ansonsten: weiter so, die Richtung stimmt. Immer Gas geben, wenn die Strae gerade ist!
   
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