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Aus dem letzten Jahr habe ich noch ein paar Leichen im Keller, will sagen Veröffentlichungen, zu deren Besprechung ich bisher noch nicht gekommen bin. Bei "Hell & Fury" springen mir diese Leichen gleich in Form von Zombies auf dem Cover entgegen. Nach kurzem Intro legen MYSTERY BLUE mit dem Titelstück los wie die Feuerwehr. Sofort wird deutlich, dass sich an dem Gesang von Sängerin Nathalie Geyer die Geister scheiden werden. Denn anders als ihre Kolleginnen aus der trällernden (Nightwish) oder grunzenden (Arch Enemy) Zunft singt Nathalie klar und hoch, was zu der schnellen Powermetal-Nummer hervorragend passt. Der zweite Track "Endangering Species" besticht durch den prägnanten Refrain und das geile Riff von Gitarrist Frenzy Philippon. Nicht nur die Musik, sondern auch das Leder-und-Nieten-Outfit der Band sind sehr old school und dürften in entsprechenden Kreisen ihre Anhängerschaft finden.
"Metal Attack" ist die erste Midtemponummer, mit dem kultverdächtigem Clichechorus "Break your neck, come on maniac" - herrlich! Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt ein Freund solcher Platituden, aber in diesem Fall kommen sie so authentisch rüber, dass sie fast schon charmant wirken, was natürlich auch am süssen französischen Akzent beim Gesang liegen könnte. Als Nathalie bei "No Way Out" dann auch noch ihr Didgeridoo einsetzt, bin ich nur noch begeistert. Ein traditionelles Instrument australischer Ureinwohner integriert in französischen Metal, das hat fast schon Kultcharakter. Bei "Piece Of Eternity" zeigt Nathalie, dass sie auch balladeske Töne trifft, während beim harmonischen Rausschmeißer "When Time Is Pain" erstmals ihre Keyboards etwas in den Vordergrund treten.
Wenn man bedenkt, dass MYSTERY BLUE mit Unterbrechungen schon seit den frühen Achtzigern aktiv sind, kann man ihr Durchhaltevermögen nur bewundern. Unterstützt die Jungs und das Mädel, indem ihr euch dieses und die Vorgängeralben auf ihrer Homepage bestellt. |
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