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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THRUDVANGAR - Durch Blut und Eis
Band THRUDVANGAR
Albumtitel Durch Blut und Eis
Label/Vertrieb Einheit Produktionen
Homepage http:/thrudvangar.com
Alternative URL www.myspace.com/thrudvangar
Verffentlichung 29.01.2010
Laufzeit 65:15 Minuten
Autor Patrick Steffenhagen
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Geschichte, Lebensweise und vor allem Mythologie der Wikinger hielten bereits unzhlige Mal als konzeptionelle Inspiration fr zahllose Bands her - meist (gelinde gesagt) sehr frei interpretiert. Hier liegt es nun an der sich damit befassenden Formation, die gedachte Atmosphre einzufangen. Mit Thrudvangars Debt im Jahre 2004 ("Ahnenthron") begann eine weitere Band ihren Streifzug, der mit "Durch Blut und Eis" nun bereits beim vierten Album angekommen ist.
Die sechskpfige Truppe aus Sachsen-Anhalt spielt schnrkellosen Viking Metal ohne wenn und aber. Rasende Gitarren und dominierende Knppel-Drums pendeln zwischen treibenden Marschhymnen und prgelnder Aggression hin und her. Dabei klingen die Gitarren metallisch-blechern und zeigen kaum Wirkung whrend das Schlagzeug zwar krftig, aber wenig inspiriert voranprischt. Snger Matzes kehliges Kreischen und Grunzen bleibt dazu ziemlich drucklos und zeigt kaum Ausdrucksstrke. Zustzlich prsentiert sich der Gesang vllig frei von jeder Tonsicherheit und lsst schmunzelnd an Felix' (Crematory) erste Gehversuche denken. Ein Eindruck, der durch die holprigen wie hlzernen (deutschen) Texte noch verstrkt wird.
Die dreizehn Lieder - verteilt auf 65 Minuten Spielzeit - besttigen, was man beim Anblick des klischeebeladenen und ideenlosen Coverartworks bereits vermutet bzw. befrchtet. Das Songwriting des Sextetts beschrnkt sich auf Midtempo-Stampfer, die aufgrund der Reibrett-Kompositionen allerdings kaum mitreien sowie fiebriges Geprgel, das sich allerdings weder eingngig genug zeigt, um einen Effekt zu haben, noch ausreichend reine Aggression beinhaltet um wenigstens ordentlich Gewalt zu transportieren. Die bleierne als auch schwchliche Produktion geben dem Album schlielich den Rest und befrdern "Durch Blut und Eis" eine weitere Etage nach unten.
Zurck bleibt ein geistloses Album, das zwar mit einigen stimmigen Rhythmen aufwarten kann, aber an jeder Front hinter weitaus strkeren Bands zurckfllt und heutige Standards in keiner Hinsicht erfllen kann. Die-Hard-Wikinger knnten eventuell ihren Gefallen an Thrudvangars Viertling finden, alle anderen sparen sich Zeit und Geld lieber fr die vielen anderen auf, die es einfach um Lngen besser machen.
   
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