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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GALAR - Til Alle Heimsens Endar
Band GALAR
Albumtitel Til Alle Heimsens Endar
Label/Vertrieb Dark Essence Records / Karisma Records
Homepage www.galar.no
Alternative URL www.myspace.com/galarmetal
Verffentlichung 01.03.2010
Laufzeit 42:41 Minuten
Autor Patrick Steffenhagen
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Mit Galar lag mir eine weitere Band vor, von der ich zugegebenermaen nie zuvor gehrt hatte. Die aus zwei Mitgliedern bestehende norwegische Formation prsentiert mit "Til Alle Heimsens Endar" (norw. "Bis zum Ende aller Welten") ihr bislang zweites Album vor, das lyrisch auf der von Snorri Sturluson verfassten "Heimskringla" basiert.
Mit klassischen Instrumenten - wie etwa Violine, Cello oder Bratsche - live (nicht per Synthesizer) eingespielt, steigt das Duo mit sphrischen Klngen in die Kombination aus symphonischem Black Metal und Folk ein. Die acht Titel vereinen finsteres, kaltes Schwarzmetall aus rasenden Gitarren und Drums sowie wtendem Kreischen mit khlen Folk-Klngen voll getragener Atmosphre aus langsamer Schwermut und nebliger Dsternis. Insgesamt schaffen Galar ein stimmiges Bild winterlicher Klte als auch eisiger Rage.
Die komplett norwegisch gesungenen Tracks schaffen es dabei nicht immer, die beiden gegenstzlichen Elemente homogen zu vereinen. Obwohl teils recht flssig komponiert, mutet das Songwriting recht holprig an, wechselt des fteren zu pltzlich Stimmung und Geschwindigkeit. Es fehlt an Feinschliff und fokussierter Struktur.
Mit einer ordentlichen Portion tiefer Schwrze produziert, arbeitet der Klang die getragenen Folk-Elemente ebenso fein heraus wie die druckvollen Instrumente. Der Sound des Albums unterstreicht die angestrebte Atmosphre, transportiert diese auf den Hrer und beschwrt Bilder von verschneiten Wldern und gefrorenen Seen herauf, hinter denen kompromisslose Aggression lauert.
Zwei gute Elemente ergeben nicht zwangslufig eine passende Emulsion, was sich auf "Til Alle Heimsens Endar" leider vielfltig zeigt. Die Band versteht beide Handwerke beraus gut, schafft es aber zu selten, diese zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen. So bleibt ein Album zurck, das viel Potential beweist, dieses beim Songwriting aber oft verschenkt.
   
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