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Jack Slater haben sich selbst noch nie furchtbar ernst genommen. Songtitel wie "Kinderfresser" oder "Metzgore" sprechen da schon eine deutliche Sprache. Mit der Musik der Band sieht es da schon ganz anders aus. Es gibt kaum eine Death Metal Formation im Raum Köln / Bonn die den "Brütal Hasen" technisch das Wasser reichen kann. Leider war das lange Zeit nicht der Fall wenn man auf Nachvollziehbarkeit der Arrangements zu sprechen kam. Mit "Blut / Macht / Frei" schlug man 2008 dann erstmals ernste Bestrebungen an, seine Musik auch einem Nicht-Musik-studierenden (wie mir) schmackhaft zu machen. Konsequent wird dieser Weg nun auf "Extinction Aftermath" fortgesetzt und HOSSA, wie geil das geschieht. Gleich der Opener "Pheromon" bügelt die Ohren durch... aber knitterfrei meine Lieben! "Funkenflug" walzt hypnotisch und eben mal gar nicht schnell durch gut 5 1/2 Minuten. "Resser Frednik" ist ein kleiner Tribut an die eigene Vergangenheit und "4 8 15 16 23 42" ein sehr geiles Instrumental. Das restliche Material muss sich hinter den genannten Titeln definitiv nicht verstecken. Altfans dürften sich eventuell an den geradlinigeren Strukturen stoßen, aber das wäre Meckern auf hohem Niveau, zudem Jack Slater natürlich immer noch meilenweit neben schmusigen Pop-Schemata agieren. Zu der weiterentwickelten, ich nenne sie mal "Catchiness", kommt noch eine weitere Neuerung, die dem aufmerksamen Leser und Slater Fan nicht entgangen sein dürfte. Mit der Tradition der (ausschließlich) deutschen Texte hat man auf "Extinction Aftermath" gebrochen. Der Titeltrack und "Omniscience" bleiben jedoch (noch?) die Ausnahme. Jack Slater ist das Kunststück gelungen, ureigene Markenzeichen beizubehalten und sich dennoch weiter zu entwickeln. Hut ab, die Herren! ... und noch was: Auf der Platte befinden sich (bis auf 2 kurze Ausnahmen) ausschließlich extrem düstere Texte... UND KEINE LUSTIGEN! |
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