Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SUFFOCATION - Despise the Sun
Band SUFFOCATION
Albumtitel Despise the Sun
Label/Vertrieb Vulture Records/Relapse Records
Homepage www.teufelstomb.com/...
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Florian Pfeiffer
Bewertung 15 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Diese Verffentlichung ist zwar schon 4 Jahre alt, allerdings ist die krzliche Wiederverffentlichung dieses bisher nur extrem rar erhltlichen Tontrgers (ich bin im USA-Urlaub auf meine Version gestoen) durchaus einen Blick wert, zumal es sich hier um das letzte Vermchtnis einer der meiner Meinung nach besten und einflussreichsten Death Metal Bands aller Zeiten handelt. Mag zwar jetzt ziemlich hoch gegriffen klingen, auer fr Leute, die die Band kennen, der Rest sollte trotzdem mal weiterlesen, denn hier handelt es sich keineswegs um das unntige Hochstilisieren einer Durchschnittsband, sondern um die Ehrerbietung an einen der mageblichsten Einflsse der heutigen Death Metal Szene, der leider all die Jahre die verdiente Anerkennung nur im Underground gefunden hat und von den groen Zines prinzipiell in Grund und Boden geschrieben wurde (Namen muss ich sicher nicht nennen...), unter vlliger Missachtung der Tatsache, dass ein ziemlich groer Teil der heutigen Death Metal Verffentlichungen (das ganze Unique Leader/United Guttural/Blunt Force Zeug, eigentlich fast die komplette Brutalo-Szene in den USA und auch tonnenweise Bands in Europa und dem Rest der Welt) ohne Suffocation nicht so klingen wrden wie sie es nun tun. Deshalb haben die Kollegen auch anno 98 frustriert das Handtuch geworfen, lediglich Gitarrist Doug Cerrito hat dann noch das erste Album von Eric Rutans Hate Eternal-Projekt eingespielt, sich dann aber auch komplett aus der Szene zurckgezogen. Kurz vor dem Split haben sie der krachinteressierten Welt allerdings noch einen der fettesten und brutalsten Death Metal Tontrger aller Zeiten hinterlassen, der jetzt von Relapse Records endlich wiederaufgelegt wurde, nachdem die Erstauflage auf Vulture Records bei Ebay schon teils perverse Gebote eingebracht hat. Auf diesem nur 15-Minuten langen Inferno bieten Suffocation den blichen brutalen, technischen Death Metal, allerdings noch tiefer als auf den vorhergegangenen Alben. Drummer ist diesmal Schlagzeug-Unmensch Dave Culross, (derzeit Malevolent Creation und Hateplow), dementsprechend ist das Drumming noch eine Spur heftiger als sonst, allerdings zerblastet er einige Passagen etwas, z.B. die Neuaufnahme von "Catatonia" (ursprnglich von der Debut-Mini-CD "Human Waste"), die mir mit dem alten Drumbeat besser gefllt. Die 4 neuen Songs sind allerdings ber jegliche Zweifel erhaben, scheinbar endlose Blastparts mit wirklich abartig tiefem Gesang (ohne irgendwelche Effekte!) wechseln sich mit technischen, fetten Moshparts ab, einen Stil, den man heute zuhauf findet, allerdings meiner Meinung nach nirgendwo in der Qualitt, die Suffocation seit ihrer ersten Verffentlichung (ich glaub das war 1990) fabriziert haben. Allein der erste Song "Funeral Inception" blst wirklich alles um, "drckend" ist wirklich stark untertrieben. Unterm Strich kann ich nur jedem, der der Meinung ist brutalen Death Metal zu mgen, empfehlen sich dieses Hammerteil schnellstmglich anzuschaffen, wobei ich davon ausgehen, dass der Groteil der Kufer dieser V sowieso Leute sind, die die Band kennen, aber bisher zu vernnftig waren um Unsummen fr die CD auszugeben. Wre allerdings trotzdem schn, wenn ein paar neue Leute auf die Band kommen wrden, sie htten es echt verdient, glaubt mir.
   
<< vorheriges Review
STYGMA IV - The Human Twilight Zone
nchstes Review >>
SUSPERIA - Vindication


 Weitere Artikel mit/ber SUFFOCATION:

Zufällige Reviews