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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STRAMONIO - Mother Invention
Band STRAMONIO
Albumtitel Mother Invention
Label/Vertrieb Frontiers Records
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Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Aline Rser
Bewertung 4 von 15 Punkten
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Stramonio, frher bekannt unter dem Namen Trilogy Suite, liefern mit "Mother Invention" nun ihr drittes Album ab. Der Stil, eine Mischung aus Progressivem und neoklassischem Metal zeigt sie sehr offen und experimentell. Im Grossen und Ganzen erscheint das Album zwar sehr abwechslungsreich, jedoch im gleichen Mae ungeordnet. Die Musiker scheinen ihre Launen, unbeachtet dessen wie die Passagen zueinander passen, frei nach Schnauze auszuleben. Frhlicher Sound mit dudelnden Gitarren und melodischen Keyboards wird so urpltzlich von dunklen Basstnen und abgehackten Gitarrenriffs abgelst, so dass man kaum folgen kann. Snger Frederico de Vescovi macht seine Arbeit erstaunlich gut, er hat eine Stimme die zu der Musik passt, allerdings erscheint sie in Verbindung mit der Songs etwas fehl am Platz. Man knnte meinen, die Komposition der Stcke sei ein Experiment dessen, was mit Instrumenten und einer Stimme alles machbar ist. Aber ich wrde sagen: Leute geht noch mal in den Proberaum! Stramonio machen wie bereits erwhnt, stellenweise harte, schon fast aggressive Musik, die von einer Sekunde auf die andere in ein pltscherndes Gedudel abfllt. Teilweise hrt sich das jedoch nicht mehr nach Metal an, sondern nach der poppigen Backgroundmusik eines 80er Jahre Erotikfilms. Apropos Erotik, ein Saxophon erklingt auch ab und an mal zwischen dem Chaos. Allerdings dominiert die Gitarre auf dem Album. Neben ihr tritt sogar De Vescari in den Hintergrund, so dass man sich manchmal fragt, wann nun endlich wieder gesungen wird. Der letzte Song "Someone Like Me" gefllt mir am Besten. Es ist eine Ballade mit schnen Keyboardeinlagen. Der Song gibt einem das Gefhl, das die Elemente relativ zusammenpassen. Ein Statement des Gitarristen, Nicola Balliana, zu der Arbeit der Band lautet, dass sie bei der Musik den Konflikt zwischen Seele und Wirklichkeit verarbeiten. Nun ja, vielleicht ist es dann verstndlich, dass bei solchen Einflssen Anarchie entsteht. Aber mein Rat an die Band lautet: Bringt es so rber, das die Hrer euch verstehen!
   
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