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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

INDYUS - Ashes Of Dystopia
Band INDYUS
Albumtitel Ashes Of Dystopia
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.indyus.net/
Verffentlichung 31.12.2009
Laufzeit 40:26 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Aus vielen Lebensbereichen wissen wir, dass unsere Nachbarn aus sterreich etwas anders ticken: Ihre bodybuildenden Schauspieler werden amerikanische Gouverneure; ihre jungen Skispringer dominieren die Vierschanzentournee und ihre Sprache hat diesen sympathischen Schmh, der einen zum Schmunzeln bringt. Nicht anders verhlt es sich mit den vier Jungs von INDYUS aus Innsbruck: Sie verfassen ihr Presseinfo handschriftlich; anstatt zu posen, ziehen sie auf ihren Bildern lustige Fratzen und auf dem Backcover von "Ashes Of Dystopia" vermerken sie augenzwinkernd "Public Performance And Broadcasting Prohibited For All Mainstream Posers."
Bei der Musik hren der Spa und die Andersartigkeit dann allerdings auf, denn INDYUS bieten Thrashmetal in der Tradition alter SEPULTURA und KREATOR. Insbesondere der Gesang von Matthias Mayr erinnert stark an Max Cavalera zu "Beneath The Remains"-Zeiten. Mir gefallen die wenigen Passagen, in denen er Sprechgesang einsetzt, wie z.B. am Anfang von "The Dilemma", ganz am Ende von "Zeitgeist" oder im Titelsong, jedoch am besten. Die Songs leben vom Wechsel zwischen ultraschnellen und schleppenden Passagen und werden durch abwechslungsreiche Soli aufgelockert.
Leider ist die Produktion nicht eben optimal, worunter insbesondere der Snaresound leidet. Die Abwesenheit eines externen Produzenten hat die selbstproduzierende Band auerdem dazu verleitet allerhand Effekte einzusetzen, deren Wirkung nicht immer songfrderlich ist. So hrt man neben den obligatorischen Glocken, nicht nur Maschinengewehrfeuer, sondern auch noch ein Gewitter. Und da liegt das Hauptproblem von "Ashes Of Dystopia". Es wird nichts wirklich Neues geboten.
Freunden des gediegenen Thrashmetals mchte ich INDYUS trotzdem ans Herz legen. Man sprt frmlich wieviel Herzblut in diesem Album steckt. Zusammen mit den Texten und dem Coverartwork bildet "Ashes Of Dystopia" im wahrsten Sinne des Albumtitels den Soundtrack zu einer dystopischen Fiktion a la Orwell oder Huxley.
   
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