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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SENTENCED - The Cold White Light
Band SENTENCED
Albumtitel The Cold White Light
Label/Vertrieb Century Media
Homepage www.sentenced.org
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Sentenced sind zurück und setzten ihren eingeschlagenen Weg von "Crimson" konsequent fort, "The Cold White Light" ist typischer Sentenced -Stoff und wird keinen Fan der Band enttäuschen. Blicken wir zurück: Mit "Amok" wurde der Weg vom technischen Death - Metal früherer Zeit, den ich nie mochte, zu melodischerem Düstersound geebnet. Sänger Taneli Jarva stieg aus und es kam Ville Laihiala (oder so), der mit dem HIM- Typ nur den Namen gemein hat. Sentenced sind und waren immer Metal mit einem grösser werdenden Gothic -Touch. Die drei letzten Alben mit dem Hünen Ville "Down", "Frozen" und "Crimson" sind Götterplatten mit gleich hohem Niveau, genauso wie "The Cold White Light. Sentenced haben ihren Stil nie verändert, jedoch von Platte zu Platte verfeinert.
Anhand des Titels sieht man das textlich alles beim alten ist, man singt immer noch zu gerne über Selbstmord, Tod und Sterben, (z.B. "Excuse Me While I Kill Myself", "The Luxury Of A Grave") wie bei dem Klassiker von Cemetary "Godless Beauty", wo auch in fast jedem Lied wegen Frauen (!) gestorben oder gemordet wurde, wie man es sieht.
Songs wie "Neverlasting" begeistern durch tolle Melodien, superbe Gitarrenarbeit, besonders die kurzen Akustikparts, die dann wieder in E-Gitarren übergehen sind genial. Ville L. hat seinen charismatischen Gesang nochmals etwas verbessert und lässt die vielen weiblichen Fans noch mehr schmachten. Wieso verkaufen HIM eigentlich soooo viele Platten und nicht die Jungs hier? Das Universum ist voller Geheimnisse...
Die meisten Tracks sind Midtemposongs und manche von ruhiger Natur, da freut einen der "straighte" Rocker "Excuse Me While I Kill Myself"; von der Sorte hätte es mehr geben können!
Das ist neben dem "Härtegradverlust" seit den letzten drei Platten der einzige Kritikpunkt einer unglaublich tollen Platte, die jetzt im Sommer gar nicht veröffentlicht werden dürfte, es passt von der Stimmung nicht, aber so sollen wohl labile Leute vom Suizid abgehalten werden, nicht auszudenken, wenn dieses Juwel im Herbst erschienen wäre...
Abgerundet wird die Platte mal wieder von einem superben Artwork und ich freue mich die Jungs bald live zu erleben. Hoffentlich machen sie demnächst keinen auf Pop und schielen bei der nächsten Platte auf die Charts...
   
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