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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SEELENFRIEDEN - Rufe aus dem Nirgendwo
Band SEELENFRIEDEN
Albumtitel Rufe aus dem Nirgendwo
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.seelenfrieden.com
Verffentlichung 2002
Laufzeit N/A
Autor Andre Kreuz
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Zugegeben, ich bin mit einiger Skepsis an die "Rufe aus dem Nirgendwo" rangegangen, spätestens, nachdem ich das der Promo beiliegende Infoschreiben durchgelesen hatte. Mit Bands, die deutsche Vocals verbraten und sich einem etwas "gehobenen" textlichem Konzept widmen, konnte ich bislang eher selten etwas anfangen, da die Umsetzung für meinen Geschmack oftmals zu progressiv und kompliziert daherkam. Aber um eins gleich klarzustellen: Mit dem ersten Hördurchlauf des Rundlings hatten sich die nagenden Zweifel nahezu gegen Null reduziert, beim zweiten Mal waren sie dann ganz weggeblasen!
Ursprünglich sollte die SEELENFRIEDEN-CD bereits im August vergangenen Jahres ihren Einstand feiern, der Termin musste aber aus mir unbekannten Gründen auf Mai 2002 verschoben werden. Aber: Was lange währt wird endlich gut, ne?! So auch dieses Scheibchen, das mit einer angenehm eigenständigen Interpretation des Death und vor allem des Thrash Metals zu überzeugen weiß. Von den in der Info angegebenen Band-Vergleichen kann ich noch am meisten mit (early) ATROCITY und vor allem KREATOR was anfangen. Besonders Mille und Co. scheinen der Combo ihren unübersehbaren Stempel aufs Auge gedrückt zu haben. Hört dazu z.B. mal in "Herzblut" rein, besonders die schnellen Parts sind wirklich geil! Das treibende Doublebass-Gewitter liefert sich einfach herrliche Duelle mit den fliegenden Gitarren. Besonders gelungen finde ich ebenfalls den Gesang, der neben Growls auch nettes, fast schon schwarzmetallisches Gekeife zu bieten hat. Die besten und intensivsten Momente hat die Mucke meiner Meinung nach denn auch dann, wenn diese beiden Formen quasi im Duett auftreten. Den unangefochtenen Knaller haben SEELENFRIEDEN allerdings mit "Gevatter Tod" verbrochen, was ein selten geiles Stück! Würde ich wirklich gerne mal live sehen, vielleicht ergibt sich ja irgendwann mal eine Möglichkeit!?
Lange Rede, kurzer Sinn: Meine anfänglichen Bedenken, dass ich hier eine langweilige deutsche Gothic-Müllhalde reviewen dürfte, haben sich als total unbegründet erwiesen, das Album macht vor allem aufgrund der Eigenständigkeit und der damit verbundenen Frische erstaunlich viel Laune, so dass ich dem offenen Fan und Unterstützer des deutschen Metal-Undergrounds die "Lieder über Liebe, Leid und Tod" nur wärmstens empfehlen kann!
Fragt einfach mal bei einer der folgenden Kontaktadressen an:
Marc Jüttner, Umgehungsstraße 31, 75417 Mühlacker
Marc.Juettner@Seelenfrieden.com
www.Seelenfrieden.com
   
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