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Das ewige Dilemma eines jeden Fans der alten Schule, gleich welcher musikalischen Sparte: Früher war alles besser. Heutzutage ist alles zu modern, glattgeschliffen und überproduziert, jede Combo hört sich gleich an. Öde, öde, öde. Und das, was sich tatsächlich mal "oldschool" auf die Fahne schreibt, spielt ja ohnehin nur irgendwas nach, das es zehn Jahre zuvor schon mal gab und damals schon zum Gähnen war. Öde. Ja, die Welt ist wirklich langweilig geworden, denke ich und blicke in das tiefe Schwarz der Zukunft, wo alles noch viel uninteressanter sein wird. Doch was sind das für Geräusche? Death Metal etwa? Oldschool? Och neeee, kenn' ich bestimmt schon ...oder? Ich kenn ja alles. Gab ja schon alles. Aber ich bin mir nicht sicher. Mal den Beipackzettel ausgepackt. Da steht es: " (...) zermürbendes britisches Walzen, amerikanisches Tempo und schwedische Melancholie zu einer akustischen Blutorgie vereint, (...)". Und dann macht es PAMM!! Ich spitze meine Lauscher und das Schwarz der Zukunft färbt sich in ein interessantes Blutrot in wirbelnden, aggressiven Wirbeln aus dicken, schweren Tropfen. Ein stürmischer Blutregen prasselt auf mich nieder und plötzlich ist wieder alles toll. Ich kann die Zukunft, also die nächsten 41:30 Minuten, kaum abwarten, lechze nach MEHR! Fleshworks schaffen es tatsächlich, aus sämtlichen Elementen der alten Todesblei-Schule einen ureigenen, ungezwungenen und frisch klingenden Sound zu kreieren! Kannibalen-Leichen-Gehacktes, Bolzenwerfer-Stahlwände und zerstückelt-melodiöse Schwedenkost bilden hier eine natürliche Symbiose aus dem Besten des Death Metals. Eine Selbstproduktion, bei der man nicht gleich denkt: Aha, ein Abyss-, Morrissound- oder haste-nicht-gesehen-Studio-Produkt. Einfach nur Eier, einfach nur brutal und direkt. Einfach nur volle Breitseite Tod, ganz gleich, ob als treibender Nackenbrecher, partytauglicher Mitgrunzer und doomiger Stampfer. Abwechslung, Eigenständigkeit und ein Ziel vor Augen, was soll da noch schief gehen? Also: Kaufen! |
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