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Mit den weisen Worten, man müsse in dem Job auch mal Scheiße fressen, schob mir der Chef dieses Album einer mir bislang völlig unbekannten Combo rüber. Wenn das so ist, spring ich doch gerne mit weit geöffnetem Mund vom höchsten Donnerbalken im australischen Outback, denn was diese Band aus Perth auf ihrem bereits vierten Machwerk bietet ist reinstes Gold. Nach Dietricher Logik haben Voyager also das uralte alchemistische Wunder vollbracht und aus Scheiße Gold gemacht, was den Albumtitel "I am the revolution" in völlig neuem Licht erscheinen lässt. Doch nun mal Spaß bei Seite. Wie bei so vielen australischen Bands (vgl. Virgin Black, Cog, The Butterfly Effect oder die unvergessenen Vauxdvihl) scheint hier die geographische Isolation zu einer autonomen musikalischen Entwicklung geführt zu haben, denn die Musik der vier Kängurus ist sehr eigenständig und innovativ. In erster Linie sind Danny Estrins metaluntypische Vocals, die eher nach Popmusik klingen (AHA lässt grüßen), dafür verantwortlich. Danny heißt eigentlich Daniel und hat deutsche Wurzeln, falls ihr euch wundert, dass er in "Total Existence Failure" ein paar Zeilen in Deutsch einstreut. Weiterhin erwähnenswert ist das virtuose Spiel von Gitarristin Simone Dow, deren gefühlvolle Leads auf dem fein gewebten Klangteppich ihrer Mitstreiter hervorragend zur Geltung kommen. Es ist wie gesagt schwierig Voyager in eine Schublade zu stecken. Mich erinnern sie am ehesten an skandinavische Gothic Metal Bands wie Entwine. Einige Parallelen bestehen auch zu der längst verblichenen österreichischen Undergroundcombo Mayfair, die aber wahrscheinlich eh kein Schwein kennt, oder den Franzosen The Old Dead Tree. Abgerundet wird das äußerst positive Gesamtbild durch das geile Coverartwork. Und jetzt muss ich mir erst mal die drei Vorgängeralben besorgen. |
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