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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NIGHTSTALKER - Superfreak
Band NIGHTSTALKER
Albumtitel Superfreak
Label/Vertrieb Meteor City/Plastic Head
Homepage www.meteorcity.com
Verffentlichung 23.10.2009
Laufzeit 48:58 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Manchmal frage ich mich, warum wir hierzulande eigentlich jede noch so miese Band aus den US von A kennen, aber nicht wissen, was nur knapp 3000 km entfernt auf dem eigenen Kontinent geschieht. Wieso kennen wir sinn- und geschmackbefreites Radiofutter, hssliches Schwarz- und Todesgeschredder, Proggefrickel und mancherlei mehr aus bersee, aber von unseren Nachbarn im Sden und Osten haben wir keine Ahnung? Schlimm, im Ernst!
In ihrer griechischen Heimat haben NIGHTSTALKER nach 15 Jahren Bandbestehen und vier verffentlichten Studioalben Starstatus. Und hier hrt man erst mit Album Nr. 5 von dieser Band? Ich kann nur sagen: Lieber spt als gar nicht.

Nach einem kurzen Intro wei der Hrer sofort, woher der se Wind weht: NIGHTSTALKER stehen in der Tradition erklrter Grasvernichter wie KYUSS, BLIND DOG und MONSTER MAGNET. Ergnzt mit drckenden FU MANCHU-Gitarrenwnden und SPIRITUAL BEGGARS-Orgeln schweben sie auf ihrem magischen Soundteppich irgendwo zwischen kalifornisch-attischer Wste und fernen Galaxien. Pilot und Snger Argi, der aussieht wie der Zwillingsbruder von SIX FEET UNDERs Chris Barnes und singt wie der gemeinsame Sohn von MONSTER MAGNET-Dave Wyndorf und unserem geliebten Ozzy berzeugt mich in besonderem Mae.
Allerdings knnte genau hierin der Grund zu suchen sein, warum bei uns keine Sau NIGHTSHIFTER kennt: Es fehlt an Eigenstndigkeit, an Wiedererkennungswert von bandeigenen Ideen- bisher denke ich beim Hren von "Superfreak" nur an eine Menge anderer Typen, die das, was auf "Superfreak" geschieht, auch gemacht haben. Nur ein paar Jahre frher.
Was unsere griechischen Freunde grundstzlich von einem Groteil ihrer Genrekollegen unterscheidet, sind ihre kompakten Songs und deren Abwechslungsreichtum, was ihrem Album mehr Spannung und weniger Jamsessioncharkter gibt: mal langsam, mal ruppig, mal abwesend, mal druckvoll. Einfache, aber einprgsame Gitarrenriffs machen "Superfreak" absehbar und interessant zugleich.
Mein Favorit auf dem Album ist der Song "Baby, God Is Dead" mit, mit Stakkato-Brcke, angezerrtem Bass und der bergrandiosen Refrainzeile "Baby, God is dead, He had an overdose, He went straight to hell". Supergeil!

Wer auf die genannten Bands steht und zudem etwas mit Kompaktstonern wie NEBULA, SLO BURN, SOLARIZED und den allzeit erdchtigen QUEENS OF THE STONE AGE anfangen kann, kann sich auch das coole NIGHTSTALKER-DigiPak ins Regal stellen.

Apropos DigiPak... ich finde die Dinger ja geil. Darum wnsche ich dem vertrottelten Heimwerker, der das mir zu Promzwecken zugesandte NIGHTSTALKER-Album samt Booklet mit dem Akkuschrauber versaubeutelt hat (!!!), die Krtze an den Hals und hoffe, dass er sich beim Bohren ein paar schne Lcher in seine klebrigen Gichtkrallen getackert hat. Verdammter Penner!
   
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