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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TARDIVE DYSKINESIA - The Sea Of See Through Skins
Band TARDIVE DYSKINESIA
Albumtitel The Sea Of See Through Skins
Label/Vertrieb Coroner Records / Twilight
Homepage www.myspace.com/tardivedyskinesia
Verffentlichung 12.10.2009
Laufzeit 47:33 Minuten
Autor Andreas Goericke
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Bei TARDIVE DYSKINESIA handelt es sich um eine griechische Kapelle, deren Hauptaugenmerk belegbar auf eher technischem und mathematischem Schwermetall liegt. Auerdem ist es wohl der Name einer ekligen Krankheit. In der Bandinfo wird vorsichtshalber auch vor belsten Wahrnehmungsstrungen beim Hren der Platte gewarnt. Dies kann ich jetzt nicht so ganz besttigen, gleichwohl knnte dem Laien oder Konsumenten "normaler" Musik durchaus schlecht werden bei dem vertrackten Material.
Das hat es soweit auch tchtig in sich, handwerklich sind die Kerle gut aufgestellt und die Produktion ist mal oberamtlich. Besonders das Schlagzeug tut es uns hier an, welches klipp und klar durchmarschiert und einen phantastischen Sound innehat. Nebenher wummern die Klampfen wandartig und der Bass hat diesen superfiesen und klavierhaft klirrenden Schweden-Sound. Da hat auch schon Meister Jacob Jochem an den Reglern geschraubt, dessen Arbeit man schon bei beispielsweise bei den franzsischen TEXTURES bewundern durfte. Schne Sache im ersten Eindruck und die Spielzeit ist mit ber 47 Minuten auch vllig fair.
Musikalisch tut sich dann auf den ersten Minuten auch schon einiges. Man erinnert schwer an die berschweden MESHUGGAH, besonders in den trackeligen Instrumentalparts und der Snger keift gleichartig hasserfllt los. Da haben sie den ersten Test soweit bestanden. Sie wissen schon einmal, was sie tun wollen und knnen das rberbringen. Eigentlich kopieren sie auch die flchigen Lead - Parts aus Zeiten Richtung "Destroy, Erase, Improve" samt der Thrash - Passagen. Eigentlich fehlt mir trotz erstem Erstaunen eine gehrige Menge an Eigenstndigkeit. Da verlieen sie ihn auch wirklich schon wieder. Nach mehrmaligem Konsum der Scheiblette bleibt eigentlich nur ein undefiniertes polyrhythmisches Gestampfe und dicke Parallelen an die alten Klassiker von Thordendals Leuten hngen. Bitte nicht falsch verstehen, technisch sind die Knaben endlos fit und Ideen haben sie auch, aber der Irrsinn und Tiefgang, den die Schweden hinlegen schaffen sie nicht wirklich und auch die Verspieltheit von TEXTURES vermisse ich bei "The Sea Of See Through Skins". Ansonsten ist es doch eine beraus nette Mathcore - Techdeathplatte, die Freunden dieser Stilrichtungen durchaus begeistern kann.
   
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