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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEMPESTA - The Other Side
Band TEMPESTA
Albumtitel The Other Side
Label/Vertrieb Fastball/Sony Music
Homepage www.tempesta.ch
Verffentlichung 04.09.2009
Laufzeit 47:31 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Vorab die Entwarnung bzw. Enttuschung: TEMPESTA sind nicht die neue Band von EUROPEs Snger Joey Tempest. Obwohl sie vermutlich Kinder der gleichen Zeit sind... der neonfarbenen 1980er nmlich, als Haarspray durchaus Mnnersache war, Mickymauspullis cool waren und man auch ohne Thrombosen Leggings trug. In der ffentlichkeit! Damals gab es einen kleinen italienischen Rocker aus New Jersey, der sich fr einen Cowboy hielt. Deswegen spielte er mit seiner Band BON JOVI eine Platte namens "Blaze Of Glory" ein, auf der er den Hardrock der Zeit mit akustischen Slidegitarren und Samples von Wstenstrmen und Pferdegetrappel zu einer sehr coolen Wildwestvariante umwurschtelte. Nicht nur ich fand/finde die Platte stark.

Ob TEMPESTA bei ihrem Schaffen die guten alten BON JOVI im Hinterkopf hatten, oder ob sie einfach nach einem Abend mit Westernvideos und alten Hardrockvinyls zur Klampfe griffen, wei ich nicht- ist auch unerheblich, denn erfreulicherweise gelingt es den vier Schweizern, dem mittlerweile altbacken klingenden 80's-Hardrock einen zeitgemen Anstrich zu verpassen.
Richtig viel Country oder gar Sdstaatenfeeling gibt's bei ihnen (leider) nicht, aber die Tendenz ist da und wird - abgesehen von den dezent berreprsentierten Gruselballaden ("The Way It Is", "Lose You Once More", "No Matter What They Say" und dem Duett "I'm Sorry") - angenehm klischeelos transportiert. Hierbei gefallen mir besonders die tollen Slidegitarren von Pascal Fuchs- klasse, der Mann slidet wie AEROSMITHs Joe Perry in seinen besten Tagen! Ob es sich hierbei bezahlt gemacht hat, einzelne Teile in der Kitschcountryhochburg Nashville aufzunehmen, kann ich nicht beurteilen.

Da ich kein Fan von betont melodisch rockendem, eher radiotauglichem Material bin und den 1980ern auch im aktuellen Jahrtausend nichts abgewinnen kann, kann ich die Scheibe trotz insgesamt sehr sauberer Arbeit hinsichtlich Gesang, Instrumentierung und Songwriting kaum empfehlen.
   
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