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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ENTER SHIKARI - Common Dreads
Band ENTER SHIKARI
Albumtitel Common Dreads
Label/Vertrieb Ambush Reality / Warner Music
Homepage www.entershikari.com/
Verffentlichung 12.06.2009
Laufzeit 50:42 Minuten
Autor Christoph Fllenbach
Bewertung 14 von 15 Punkten
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2003 gegrndet, sind ENTER SHIKARI die Band, die wohl den weitesten Schritt in Sachen Genremischung gewagt haben. Verschiedene Metalstile zu mixen, dass kann jeder haben sie sich gesagt, was wir machen, ist Rave mit Metal zu mischen. Dank dieses vollstndig neuen und irren Einfalls ist das erste Album der vier Briten "Take To The Skies" auch schon eingeschlagen wie eine Bombe, woran der Megahit "Sorry, You're Not A Winner" wohl nicht ganz unschuldig ist.
Was macht man also, wenn man fr sein erstes Album schon dermaen abgefeiert wurde und langsam merkt, dass auch andere Bands auf den Ravemetal Zug aufspringen? Und genau hier ist es, wo sich die Spreu vom Weizen trennt. ENTER SHIKARI hatten nicht nur einmal Glck mit einer durchgeknallten Idee, sondern haben einfach ein Hndchen um zur richtigen Zeit, die richtige Richtung einzuschlagen. Auf dem aktuellen Output "Common Dreads" gehen sie einfach noch einen Schritt weiter ins Extreme. Wurden die verschiedenen Klnge auf der alten Scheibe noch relative getrennt und mit deutlichem Hardcoreeinschlag prsentiert, sieht die Sache jetzt schon ganz anders aus. Alles verschwimmt miteinander und bildet so etwas, was ich bis dato noch nicht gehrt habe. Abgedrehte Synthesizer gemeinsam mit einem Ravebeat, wobei beides an einen Breakdown angepasst ist, der genauso gut bei einer modernen Brllbrenkombo vorhanden sein knnte. Dieser Songaufbau war jedoch nur einer von vielen. Die Musik die aus den Boxen schallt ist kaum in Worte zu fassen, da sie einfach alles was Spa macht miteinander vermischt um etwas noch besseres zu erschaffen. Britpop, Rou am Gesang driftet hufig in eine dermaen extreme britische Betonung ab, mit gesprochenen Parts, aber auch klarem Gesangs. Die Shouts und Gitarrensounds die auf der ersten Scheibe doch noch sehr prsent waren, sind deutlich in den Hintergrund gerckt, was mich aber nicht mal im Ansatz strt, wenn so etwas dabei rum kommt. Mit "Zzzonked" bringen die Jungs als Nummer Sieben des Albums dann der schweren Hammer. Ein Hardcorerave-Song, der, wenn man sich auf ihn einlsst, aber ebenso Bock macht wir der Rest. Nur weil dieser Songtitel jetzt gefallen ist, soll das nicht heien, dass dieser der Beste der Scheibe ist. Als aus der Menge herausragend ist keiner zu bezeichnen, aber auch nur, da das gesamte Niveau viel zu hoch ist, um da noch einen drauf zu setzen. Das man mit dem neuen Silberling aber auf keinen Fall mit alten Verffentlichungen brechen will, wird durch textliche Anspielungen deutlich, die immer wieder versteckt in die Songs eingebaut wurden.
Wer nun denkt, dass sich solch abgedrehte Songstrukturen nur schwerlich mit intelligenten Texten verstehen, ist jedoch schief gewickelt. Diese sprechen zum Groteil politische Themen an und sind auf keinen Fall nur Lckenfller zwischen den musikalischen Parts. Die Produktion stimmt von vorne bis hinten, was auch kein Wunder ist, wenn Andy Gray (U2, Korn) an den Reglern sitzt.
Ein Album, das etwas vollstndig neues erschaffen hat. Eins, das unheimlich viel Laune macht. Eins, das keinen einzigen schlechten Song beinhaltet und immer und immer und immer und immer mehr Melodien erkennen lsst. Wer auch nur ansatzweise ber den Tellerrand schauen kann, kauft sich geflligst dieses Album und feiert es ab, TAG FR TAG!
   
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