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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SHAKRA - Everest
Band SHAKRA
Albumtitel Everest
Label/Vertrieb AFM Records
Homepage www.shakra.ch
Verffentlichung 17.04.2009
Laufzeit 51:29 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Manche Bands bleiben ihrem Stil treu, ohne sich selber zu wiederholen oder mit wirren Experimenten eingesessene Fans zu verunsichern. Die Schweizer Eidgenossen Shakra sind auch solch eine Band. Jahrelang hat man sich "on the road" in zwlf Lndern den Popo abgespielt und immer am eigenen Sound gefeilt. Dabei ist man glcklicherweise nie in die Sphren von Hausfrauenrock gerutscht. Weder Balladen, noch unplugged Scheiben hat es gegeben. Nur eine fetzige Live DVD! Shakra sind einfach eine krachende Liveband mit Ecken und Kanten ohne knstliches Image und stehen auch dazu. Mit neuem Bassisten Dominik Pfister startet man nun durch. Das merkt man auch an dem Cover von "Everest", das wie der Vorgnger "Infected" ein Symbol trgt, welches diesmal an einen Kompass erinnert. Everest ist ja unter anderem ein Berg, werte Leser! Musikalisch dominieren natrlich die extrem (wie immer) drckenden Riffs und die raue Kehle von Frontmann Mark Fox. Der ist ja auch schon ber sieben Jahre dabei und nicht mehr wegzudenken aus dem Bandsound. Es ist ungeheuer wichtig in unserer Zeit, wenn eine Band Merkmale hat, mit denen man sie aus tausenden heraus hren kann. AC/DC, Maiden und auch Shakra wrde ich immer direkt erkennen. Das ist doch unbezahlbar! Shakra haben die Mischung aus Midtempostampfern, Uptemponummern und nicht zu schwlstigen Balladen einfach gepachtet. Hier gibt es keine klebrigen Keyboards, hchstens mal ein Klavier wie bei der Megaballade "Hopeless", hier wird erdig gerockt. Auffallend ist die Kompaktheit der Stcke, welche zwischen drei und vier Minuten bis auf wenige Ausnahmen sind. Nur "The Journey" ist ungewohnt episch mit langen Instrumentalpassagen und fast acht Minuten Spielzeit. Bei diesem Song zeigt sich die positive Erneuerung der Band genauso wie beim Rest der Scheibe, Shakra haben mehr Abwechslung in den Songs, besonders in der Geschwindigkeit. Hatten Shakra frher auch so viele melodische Gitarrensoli? Egal, Spa macht es! Das tut der Scheibe sehr gut und macht das Album interessanter. Mit dieser Scheibe werden sie sicherlich keine Fans verlieren, aber gengend neue finden. Bestndigkeit kann sich auch auszahlen. Die Band aus Bern hat sicherlich mit diesem Album ihren eigenen "Everest" bestiegen und keine Wiederholung ihrer superben Vorgngerscheiben abgeliefert und sich trotzdem weiter entwickelt, aber ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Viele Bands sind bei solch einer Kletterpartie bel abgestrzt und blieben im Tal liegen!
   
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