|
|
|
|
|
|
|
|
|
Bereits 1997 gründete Aldo Lonobile die Band SECRET SPHERE. Nach den bereits fast üblichen Line Up-Wechseln brachte man diverse Demos an den Mann und war im Jahr 2000 auch auf dem Helloween-Tribute "Keepers Of Jericho" mit dem Song "How Many Tears" vertreten.
Mittlerweile bei Nuclear Blast unter Vertrag schmieden die Italiener nun mit "Scent Of Human Desire" ein kleines Stück Edelmetall, das überraschend frisch und abwechslungsreich daher kommt.
Hier wird mit diversen Sounds experimentiert (Radio-Effekt auf der Stimme, Parts mit innovativen Keyboards, Streichereinsätze, ja sogar Bläser sind vertreten... ) und eine wahre Vielfalt an verschiedenen Stilen zu einem kompakten Ganzen verschmolzen. Nicht unbedingt beim ersten Genuss leicht zu verdauen aber je öfter man sich diese Scheibe zu Gemüte führt, desto mehr interessante Ideen findet man.
Die Stichworte "fette Gitarren, sehr abwechslungsreiches Drumming, gute Hooklines" muss man SECRET SPHERE als Prädikat bestätigen. Im Verlauf der 11 Songs wird immer wieder dezent eine Frauenstimme eingesetzt, die aber wohl nicht als fester Bestandteil der Band zu sehen ist, denn ich kann auf dem (allerdings dürftigen) Promo-Cover keinen Hinweis auf irgendeine Frauenquote bei den Italienern entdecken. Auf "Scent Of Human Desire" wird nicht nur durch die vielen Breaks und Tempowechsel innerhalb der Songs, sondern auch durch das ausgewogene Verhältnis zwischen Halb- bzw. Balladen und kraftvollen Prog-Songs für kurzweilige Abwechslung gesorgt. Ein kleiner Wermutstropfen ist meiner Meinung nach der ein oder andere Kopfstimmeneinsatz des ansonsten guten Sängers und das -sagen wir mal- geringfügige Überladen einzelner Lieder, wodurch stellenweise der Eindruck mangelnder Ausgereiftheit entsteht.
Abgesehen davon, dass diese Scheibe das Beste darstellt was ich seit langer Zeit aus Italien gehört habe, würde ich jedem Progressive Metal-Fan empfehlen, hier mal rein zu hören. |
|
|
|