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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PESTILENCE - Ressurection Macabre
Band PESTILENCE
Albumtitel Ressurection Macabre
Label/Vertrieb Mascot Records / Rough Trade
Homepage www.pestilence.nl
Verffentlichung 13.03.2009
Laufzeit 54:33 Minuten
Autor Andreas Goericke
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Reunions stehen hufig unter einem schlechten Stern. Manchen Bands will man Ausverkauf angedeihen lassen, manchen die Unfhigkeit, aufhren zu knnen und die alten Geister ruhen zu lassen. Auch bei PESTILENCE muss man sich nach so vielen Jahren fragen, was sie mit ``Resurrection Macabre`` erreichen wollten. Allerdings finde ich da nicht so bse Worte, wie sie allgemein scheinbar im Netz verbreitet werden. Ganz im Gegenteil.
Mir gefllt die neue Scheibe sogar auerordentlich gut. Das muss ich allen Mklern entgegenstellen.
Die Jungs wirken extrem frisch und spielfreudig und das typische Flair der Kapelle ist keineswegs verloren gegangen. Es ist zwar nicht mehr die Extremitt vorhanden, die es frher einmal hatte, dafr haben die Amis aber auch mittlerweile die Messlatte viel zu hoch gelegt. Dahingestellt allerdings die Tatsache, dass die Herren hier in blicher Manier hinlangen, was das Zeug hlt. Die Songs sind wunderbar differenziert geschrieben und hervorragend hingezimmert. Das Gitarrenspiel ist schn grindig, die Stimme von Herrn Mameli knallt wie eh und je und das Drumming hat ordentlich Punch. Dazu kommen die technischen Schweinereien, die die Band eben ausmachen. Es ist zwar nicht das Kaliber, das CYNIC oder MESHUGGAH auf die Waagschale werfen, aber fr Death-Metal schon sehr tchtig, einfallsreich und kurzweilig. Es wird also ein schnes, manchmal nahezu progressives Brett geschwungen, welches gern mit fiesen Rhythmus-Spielereien und dem genretypischen Gebller unterlegt wird. Mal geht es etwas getragener zur Sache, mal blasten sich die Mannen von PESTILENCE den kopf weg, bis die Strukturen des Songs zerfasern und einen ordentlichen Schub von seltsamen Metren liefern, dass einem die Spucke weg bleibt. Die Produktion ist ebenfalls vollkommen amtlich und man kann jedes Instrument sehr differenziert wahrnehmen.
Somit bleibt bei dem Genuss der Platte wenig zu bemngeln. Auch die Spielzeit ist deutlich solide und auf das neue Material folgen noch drei neu aufgelegte Songs aus frherer Schaffensperiode, die ebenfalls im neuen Gewand der gestandenen Band strahlen. Fr mich ein Glcksgriff. Wenn weitere Wiedervereinigungen so positiv verlaufen, kann man sich nur freuen.
   
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