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08. September 2010 - Uhr
 
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FLESHGOD APOCALYPSE - Oracles
Band: FLESHGOD APOCALYPSE
Albumtitel: Oracles
Label/Vertrieb: Willowtip Records/ Candlelight
Website: /profile.myspace.com/index.cfm?fuseactio...
Veröffentlichung: 23.03.2009
Laufzeit: 37:40 Minuten
Autor: Andreas Goericke
Bewertung: 12 von 15 Punkten
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Ach, du Heiland! Dieses Jahr finden sich Unmengen an begnadeten Death-Metal Bands zum Reigen ein, die man niemals für möglich gehalten hätte. So auch FLESHGOD APOCYLPSE aus Bella Italia. Hätte nicht erwartet, dass aus dem lustigen kleinen Mafia-Ländchen so ein ultrabrutales Stück Musik erwachsen kann, aber scheinbar lernen wir ja nie aus. Also genießen wir den unerwarteten Glücksgriff und gratulieren den Männern zum formvollendeten Präventivschlag gegen das weitere Totholzgewerbe.
Auf der vorhandenen MySpace Seite folgt dann direkt der nächste Knaller. Präsentieren sie sich doch tatsächlich im Anzug und mit Fliege, wie klassische Musiker. Und ganz abwegig ist dies auch gar nicht, wird doch das unfassbare Geballer permanent mit feinen Melodiebögen und klassischen Pianostücken zwischen den Songs versetzt. Die Scheibe ist darüber hinaus herrlich druckvoll produziert und knallt, dass sich die Balken biegen. Der Sänger ist ebenfalls ein Tier und auch beim Songwriting sowie der Gesamtkomposition der Platte kann ich keine Abstriche machen. Das Teil macht irre Laune, drückt und knallt mit misanthropischer Urgewalt alles an die Wand und man kann gerne und einfach Vergleiche mit BEHEMOTH, HATE ETERNAL und ORIGIN ziehen, ohne dass man sich dafür schämen muss.
Darüber hinaus kommen noch sehr geniale Gitarrenleads zum Zuge, die grundsätzlich sehr melodisch gehalten sind und tatsächlich auch gelegentlich sogar an die gottvollen AT THE GATES erinnern wollen. All dies wird mit sehr viel Gefühl vorgetragen, solange bis es wieder von der rasiermesserscharfen Raserei der erbosten Italiener zerstört wird.
Es ist wirklich unglaublich! Ein unerwartet intensives Prügelalbum, gespickt mit technischer Raffinesse, stetig brutal bis zum Anschlag, mit genau der Menge Melodie und Gefühl, die es im Gegensatz zu Erik Rutans Bande wirklich sehr erträglich und absolut kurzweilig macht. Auch werden innerhalb der infernalischen Blastorgien nahezu Midtempo - anmutende Passagen und listige Groove-Spielereien eingesetzt, so dass wirklich kein Auge beim Genuss der Platte trocken bleibt und man als Hörer wirklich sehr in der Intensität und dem spielerischen Geschick der Mafiosos aufgehen kann und will. Eine klasse Empfehlung für alle Freunde wirklich derben Gewalt-Metals mit Flair und Stil. Bin begeistert, offensichtlich. Das war mal eine echt böse Überraschung!
   
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