|
|
|
|
|
|
|
|
|
Abrissbirne trifft auf Groovemaschine. Die vier deutschen Jungs von SEPTEMBER MURDER werfen mit "Agony of Flesh" ihren ersten Longplayer und heiß ersehnten Nachfolger der "After Everything Setting Sun EP" auf den Markt. Obwohl schon diese einen Großteil der Kritiker für sich gewinnen konnte, gab man sich für den aktuellen Output nochmal richtig Mühe, um auch den Rest ins Boot zu holen. Dank einem abartig brutalen Tempo, dass trotzdem Geknatter nicht langweilig wird, sollte das auch kein Problem sein. Große Neuerungen sollte man zwar nicht erwarten, dafür aber eine Dampfwalze, die den Nacken vom ersten bis zum letzten Ton nichtmehr ruhen lässt. Unerlässlich treibt Clemens an den Drums die Bande an und zertrümmert seine Batterie wie eine Maschine. Dank sehr gutem Sound, lassen sich aber trotzdem die Melodien der Gitarre raus hören, welche immer wieder aus typischen Abläufen ausbrechen und so das Gesamtbild deutlich auflockern. Zwischen brachialen Blastbeatabschnitten werden eher groovig-dynamische Parts eingestreut, die dem ganzen einen modernen Touch verleihen, der an die aktuelle KRISIUN Platte erinnert. Begleitet wird die instrumentale Abteilung von Oliver am Gesang, der seine Sache bis auf wenige Ausnahmen sehr routiniert und druckvoll macht. Dabei beschränkt er sich nicht wie so häufig im Death Metal - Genre auf nur eine Tonlage, sondern wechselt zwischen Höhen und Tiefen, zwischen gepressten und gegrunzten Stimmen hin und her. Letztere sind für meine Ohren ein bisschen arg schweineähnlich und werden auf die Dauer doch ein wenig nervig. Glücklicherweise wird die Sau aber nur selten aus dem Stall gelassen. Alles in allem eine dufte Platte, mit der sich SEPTEMBER MURDER mit Sicherheit ihren Platz als feste Größe im deutschen Death Metal - Bereich manifestieren werden. |
|
|
|