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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FARTHER PAINT - Lose Control
Band FARTHER PAINT
Albumtitel Lose Control
Label/Vertrieb Lion Music/H'Art
Homepage www.myspace.com/fartherpaint
Verffentlichung 2088
Laufzeit 42:44 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Das finnische Label LION MUSIC wird mir langsam unheimlich. Ich frage mich wirklich, wie die es schaffen, stndig neue CDs von Bands zu verffentlichen, die stets eigenstndig klingen und immer noch irgendwo ein gewisses Extra haben. Die Platten dieses Labels heben sich vom Standardbrei ab, und das ist gut so! Das Album "Lose Control" der Italiener FARTHER PAINT bildet da erneut keine Ausnahme. Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen Prog Metal und Prog Rock und fhrt etwas in der Spur von DREAM THEATER (was ja grundstzlich nichts Schlimmes ist), ist aber derartig eigenstndig, dass man hchsten von Inspiration reden kann. Das gewisse Extra dieser Band ist die Stimme von Sngerin Monia Rossi. Eine Sngerin bei derartiger Musik ist ja schon erwhnenswert genug. Aber Monia singt hier derartig abwechslungsreich, dass man fast begeistert sein muss. Mal krftig, mal weich und gefhlvoll, auch mal etwas verzerrt und dabei stets eigenstndig setzt sie den ohnehin schon sehr starken Songs die Krone auf. Ein wirklich nur grober Anhaltspunkt ist die Stimme von Amy Lee von EVANESCENCE. Besonders gut rber kommt in Gesang in Passagen, die nur mit dezenten Keyboardklngen oder unverzerrten Gitarren unterlegt werden. Der Opener "Lose Control" beginnt mit einem fetten Gitarrenriff, das in virtuose Keyboardmelodien bergeht. Anschlieend gibt es noch einige schne Gitarrenmelodien. Bereits in diesem Instrumental, das anschlieend nahtlos in den nchsten Song "Hold Me" bergeht, zeigt sich, wo der Hase luft. Keyboard und Gitarre spielen sehr gut zusammen und fhren fast "Gesprche". Dabei bleiben die einzelnen Instrumentalparts stets nachvollziehbar und werden nicht ins Uferlose ausgedehnt. Das bleibt ein Markenzeichen in smtlichen Songs, die durchgehend virtuos und abwechslungsreich umgesetzt werden. Es gibt jede Menge Riffs, nicht nur Gefrickel, und man scheut auch nicht, das Gaspedal mal durchzutreten. In "Hold Me" zeigt sich auch schon die ganze Bandbreite des Gesangs. Besonders zu erwhnen ist noch das 2. Instrumental "Anger", in dem Gitarrist Francesco Federici mit jede Menge Melodien in unterschiedlichen Stilen, auch mal richtig rockig mit Wah Wah, glnzt. Ein tolles Album, das man Progfreunden nur ans Herz legen kann.
   
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